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at06.12.2011 Umweltlandesrätin: "Auf Silvesterknallerei verzichten"

Kärntens Umweltreferentin Beate Prettner appelliert an die Bevölkerung auf das private Silvesterfeuerwerk zu verzichten. Anfang des Jahres hat die Knallerei acht zusätzliche Feinstaubtage gebracht.

Bei der Präsentation der aktuellen Feinstaubwerte in Kärnten, hat Kärntens Umweltreferentin Beate Prettner (S) am Dienstag einen eindringlichen Silvester-Appell an die Kärntner gerichtet. "Die Raketenschießerei hat uns im Vorjahr wegen der Inversionswetterlage acht Feinstaub-Überschreitungstage beschert. Das gilt es heuer zu vermeiden, die Vernunft der Bevölkerung ist so gefragt wie jene der Bürgermeister", sagte Prettner.

Es gehe nicht um ein generelles Verbot, es komme aber auf die Dosis an. "Ganz abgesehen davon, dass ältere oder kranke Menschen und Tiere unter der Dauerknallerei leiden. Ganz zu schweigen vom Gift, das in die Luft geblasen wird", so Prettner. Ihr Rat: Im Sinne der Gesundheit solle auf das Abschießen von Raketen gänzlich verzichtet werden, oder zumindest die Anzahl der Abschüsse deutlich reduziert werden.
Bräuche erhalten

Traditionen und Bräuche sollten aber "als Teil unseres Lebens" beibehalten bleiben. Laut Experten sei der "Silvesterfeinstaub" aber besonders gefährlich. Umweltabteilungsvorstand Harald Tschabuschnig meinte, "der Feuerwerksqualm besteht größtenteils aus lungengängigem und giftigem Feinstaub", der unter anderem Schwefel, Sulfide und Sulfate enthalte.

Die jüngsten Daten der Landesstatistik wiesen für Kärnten laut Prettner "deutliche Unterschreitungen" des Jahresmittel-Grenzwertes von 40 Mykrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft aus. In den Wintermonaten ist die Belastung aber höher, weil wegen der Inversionswetterlage die Durchlüftung der Beckenlagen fehlt.

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