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de10.02.2012 Böller-Bomber aufgeflogen: YouTube wurde zum Verhängnis

Ein 15-Jähriger zündete im Hof der Falkensteiner Schule einen illegalen Fünf-Kilo-Böller. Ein Video verriet ihn.

Falkenstein. Für großes Aufsehen sorgte die Explosion eines Fünf-Kilo-Böllers am frühen Neujahrsmorgen auf dem Pausenhof der Falkensteiner Schule. Es war zwar nicht der gewaltige Krach, der in dieser Nacht naturgemäß nicht so aufgefallen war, sondern die Veröffentlichung eines Videos auf der Internet-Plattform YouTube, das der Polizei half, den Verursacher zu ermitteln. Das Video wurde inzwischen 101.000 Mal angeklickt. Einmal davon von der Rodinger Polizei.

Für die meisten User war das Video wohl eine Riesengaudi, einige von ihnen sahen allerdings auch die Gefährlichkeit in dieser Szene und informierten die Polizei. Schnell war klar, dass es sich hier nicht mehr um einen normalen Silvesterkracher handelte, sondern um ein größeres Sprengstoffpaket, das entsprechend gefährlich war. Nach umfangreichen Nachforschungen konnten die Beamten der PI nun einen 15-Jährigen aus dem Landkreis ermitteln, der zugab, den Sprengstoff auf einem Vietnamesenmarkt in Tschechien zehn Tage zuvor gekauft und bis zum Einsatz in seinem Zimmer verwahrt zu haben. In der Silvesternacht ließ er dann mit einigen Kumpels das Paket hochgehen.

Bei dem Böller handelt es sich um ein in Deutschland nicht zugelassenes Sprengmittel. Die Einfuhr ist verboten. Eine „Bombe“ mit dieser Sprengkraft wäre zudem auch hierzulande kein zulässiger Silvesterkracher mehr. Passiert ist zum Glück nichts. Die möglichen Gefahren im Umgang mit einem solchen oft unsachgemäß hergestellten Böller sind jedoch enorm.

Mit einigen Sachbeschädigungen durch Sprengungen in der Neujahrsnacht in der weiteren Umgebung von Falkenstein hatte der Jugendliche aber nichts zu tun, so die Polizei .

Gegen den jungen Mann wurde ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Mit einigen Sachbeschädigungen nach Sprengungen in der Neujahrsnacht in der weiteren Umgebung Falkensteins habe der Jugendliche nichts zu tun, berichtete die Polizei. Für Aufsehen hatte vor allem eine Explosion in Roßbach-Wald gesorgt, bei der eine Telefonzelle total zerstört worden war. Im Zusammenhang damit, sagt Arthur Stelzer, Leiter der PI Roding, waren bei der Polizeiinspektion Roding einige Mails eingegangen, gleichsam ein anonymer Brief, auch mit Hinweisen auf etwaige Verursacher der Sprengung am Neujahrsmorgen in Falkenstein.

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