Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de20.02.2012 Göttingen will Raketen und Böller verbieten

Es könnte still werden am Göttinger Gänseliesel, wenn in der nächsten Silvesternacht dieses Jahr zu Ende geht: Die Stadt will Raketen und andere Feuerwerkskörper für bestimmte Bereiche des Stadtgebietes verbieten.

Dazu bereite die Verwaltung eine zusätzliche Verordnung vor, erklärte Ordnungsdezernent Siegfried Lieske auf Anfrage der CDU/FDP-Ratsgruppe. Auch die Ortsteile könnten dann Sperrzonen einrichten. Eigentlich gibt es für bestimmte Bereiche bereits ein bundesweites Raketen- und Knallerverbot. Das sei auch in der vergangenen Silvesternacht in Göttingen „leider wenig beachtet“ worden, so Lieske.

„Der ganz normale Silvester-Wahnsinn“, hatte die Polizei an Neujahr ihre Bilanz zum Jahreswechsel zusammengefasst. Mit Krachern und Raketen hatte Südniedersachsen das neue Jahr begrüßt. Besonders laut und hell war es traditionell am Gänseliesel. Dabei dürfen pyrotechnische Gegenstände nach einer Verordnung zum Sprengstoffgesetz nicht in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kindergärten, Altersheimen und Fachwerkhäusern gezündet werden. CDU und FDP wollten jetzt von der Verwaltung wissen, ob dieses Verbot in Göttingen eingehalten und kontrolliert wurde. Antwort: In der Nacht von Silvester auf Neujahr seien zwei Mitarbeiter des Ordnungsdienstes von 21 bis 2.30 Uhr mit Polizisten auf Streife gegangen. Dabei seien etliche Personen und Gruppen mit Feuerwerkskörpern angetroffen und angesprochen worden. Ordnungswidrigkeitsverfahren seien nicht eingeleitet worden.

Weil das generelle Verbot kaum beachtet werde, bereite die Verwaltung jetzt eine zusätzliche eigene Verordnung vor. Damit könnten pyrotechnische Gegenstände der Kategorie zwei auch zu Silvester in ausgewählten Bereichen verboten werden. Ähnliche Raketenverbote gibt es zum Beispiel für die alten Ortskerne von Bovenden und Duderstadt.


Ulrich Schubert
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