Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de11.06.2012 Böllern ist ab sofort verboten

Volksfestveranstalter Werner Nolden garantierte nach einem schweren Unfall mit Böllern anlässlich eines Schützenfestes in Leverkusen: "Auf meinen Festen wird es so etwas nicht mehr geben." Es mache ihn nachdenklich, dass er alle möglichen Sicherheitskonzepte realisieren müsse, aber die Schützen mit explosivem Material durch die Fußgängerzone Schlebusch laufen könnten.

Auch der 2. Brudermeister Frank Lehmann geht davon aus, dass es das Böllern bei den Schlebuschern nicht mehr geben wird.

Warum der gesicherte Böller vorzeitig hochging, erklärte Sonntag niemand. Die Schwarzpulver-Kracher wurden bei den Schlebuschern aus bis zu 50 Kilo schweren Rohrgeräten geschossen, die noch im längst geschlossenen Wuppermann-Werk gefertigt wurden.
Neben dem Unglücksgerät standen drei weitere schussfertige Böllerrohre. Sie wurden unter Aufsicht eines Sachverständigen des Eichamtes, der unter den Gästen war, entleert.

Laut Polizeiangaben handelt es sich bei den Böller-Schützen um erfahrene Leute. "Sie haben am Sonntag alle Sicherheitsvorschriften eingehalten", sagte ein Polizist.

Vor zwei Jahren hatte es bei den Böllerschützen einen kleineren Unfall gegeben, seither waren alle noch vorsichtiger, berichtete ein Schütze. Die Abschussgeräte sollen vor kurzem die offizielle Technikprüfung bestanden haben.


Ulrich Schütz, Uwe Miserius
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