Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de28.09.2012 Lästige Sommerfeuerwerke, MAZ-Sorgentelefon: Ganzjährige Knallerei mag nicht jeder

JÜTERBOG - Über Silvesterraketen am 31. Dezember beschwert sich kaum jemand. Mit lauten Leuchtkugelsalven in Sommernächten können sich viele nicht arrangieren. Über regelmäßige Gartenfeuerwerke ärgerte sich am MAZ-Sorgentelefon auch Heinz Becker aus Jüterbog. „Ich kann nicht verstehen, dass im Hochsommer bei Waldbrandgefahr Leute mitten in der Nacht Raketen hochjagen“, sagte er. Das sei nicht nur störend für die Nachtruhe, sondern auch gefährlich, fand er. „Im Sommer schlafen viele Menschen bei geöffnetem Fenster, nicht auszudenken, wenn eine Rakete mal in einer Wohnung landet“, sagte er und wollte wissen, wie es rechtlich mit einem Feuerwerk im Sommer bestellt ist. „Darf man das überhaupt?“, fragte er und erbat Antwort vom Jüterboger Ordnungsamt.

Auf MAZ-Nachfrage gab Juliane Bergmann vom Ordnungsamt Auskunft: „In der Tat gibt es auch im Sommer vielerorts Feuerwerk am Nachthimmel, oft handelt es sich dabei um Dorffeste, Vereinsfeiern, Stadtfeste oder eben auch Hochzeiten, also sowohl private als auch öffentliche Veranstaltungen“, sagte sie. Diese Feuerwerke seien jedoch stets vorab anzumelden. „Wer im Sommer Raketen knallen möchte, braucht von uns eine Genehmigung.“

Andernfalls wäre das Feuerwerk eine ordnungswidrige Handlung und kann mit einem Bußgeld bestraft werden. „Die Höhe des Bußgeldes ist dabei nach oben offen“, sagte sie. Die Genehmigungen seien zudem mit Auflagen verbunden, und sollen „dem Schutz der Nachbarschaft und Allgemeinheit dienen“. „Es gibt Vorschriften, je nachdem, welche Feuerwerksklasse verwendet werden soll“, sagte Bergmann. Auch die Uhrzeit und der Ort sind anzugeben. „Es müssen außerdem Löschmittel bereitstehen und Mindestabstände zu Gebäuden und zum Waldrand eingehalten werden“, sagte sie. Wer unangemeldete Knallerei vermutet, könne dies mit entsprechend genauen Angaben zur Anzeige bringen, das Ordnungsamt überprüfe dann, ob das Feuerwerk genehmigt war.


Kathrin Burghardt
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