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de02.11.2012 Kugelbomber muss fast vier Jahre hinter Gitter

Leipzig – Als Patrick U. (22) am Neujahrestag 2011 eine illegale Kugelbombe am Coppiplatz zündete, machte er sich keine Gedanken über die Folgen: Eine 63-Jährige verlor durch die Explosion ihr Auge.

Am Donnerstag wurde er dafür vom Leipziger Landgericht zu drei Jahren und sechs Monaten Knast verurteilt worden.

Zuvor hatte das Amtsgericht ihm im Mai eine Strafe von zwei Jahren und sechs Monaten verhängt. Doch U. zeigte keine Verantwortung für seine Tat, ging dagegen in Berufung.
Zusammen mit seinem Kumpel Gabor T. (22) – der vom Amtsgericht Leipzig zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden war – hatte er der Straßenbahnhaltestelle am Coppiplatz den illegale Sprengkörper gezündet.

Die ohrenbetäubende Explosion zerriss den Sprengsatz, gefährliche Splitter wurden bis zu 40 Meter geschleudert. Einer traf die 63-Jährige im linken Auge. Es musste später heraus operiert werden.

Der Angeklagte stand am Tattag noch unter einer dreijährigen Bewährungsfrist wegen mehreren Körperverletzungen.

„Sie hätten gar keine Bewährungsstrafe verdient gehabt”, sagte Vorsitzende Richter Norbert Göbel.

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