Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de07.11.2012 Feuerwerke in Lübeck bald verboten?

Die Bürgerschaft diskutierte im September, ob die Termine von Höhenfeuerwerken im Internet veröffentlicht werden sollten. Das Thema ist brisanter, als damals gedacht. Inzwischen prüft die Stadt, ob sie die abendlichen Lärmbelästigungen nicht unterbinden kann.

Der Vorschlag der Grünen, die Termine vorab bekannt zu geben, damit sich Eltern von Kleinkindern und Haustierhalter vorbereiten können, löste in der Bürgerschaft Heiterkeit aus. Der Antrag wurde in den Ausschuss für Sicherheit und Ordnung verwiesen. Inzwischen hat sich gezeigt, dass viele Bürger von den Feuerwerken genervt sind.

Am Strand gebe es im Sommer fast jeden Tag eine Hochzeit mit anschließendem Feuerwerk, berichtet Jochen Mauritz von der CDU. Offiziell angemeldet waren im Jahr 2012 in Lübeck 81 Feuerwerke, davon waren 31 von Profis organisiert, 50 Mal ließen Privatleute mit Genehmigung der Stadt Raketen steigen. Mauritz vermutet, dass es daneben noch mindestens 70 Feuerwerke ohne Einverständnis der Stadt gegeben hat.

Auch Altstadtbewohner Henri Abler (SPD) berichtet in diesem Jahr von zahlreichen Feuerwerken. Er sieht ein weiteres Problem: Man kann nicht orten, wo die Feuerwerke gestartet werden. Damit ist auch nicht klar, ob es sich um genehmigten Lärm handelt.

Bisher müssen private Feuerwerke - außerhalb der Silvesternacht - beim Bereich Gewerbeaufsicht angemeldet werden. Dort wird dann zwischen dem privaten und öffentlichen Interesse abgewogen. In der Regel wird die Genehmigung erteilt. Das könnte sich ändern. Innensenator Bernd Möller verweist auf Hamburg. Dort ist in einigen Stadtteilen Feuerwerk verboten. Die Stadt Lübeck wird jetzt prüfen, ob es rechtlich möglich ist, auch hier die Feuerwerke einzuschränken. Das werde aber nicht einfach werden, so Möller. Das Ergebnis will der Innensenator im Dezember präsentieren.

Auf jeden Fall wird es in Zukunft eine Information der Bevölkerung über angemeldete Feuerwerke geben. Das soll im Internet und über die Presse erfolgen.

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