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de26.12.2012 Feinstaub-Höchstwerte durch Silvesterfeuerwerk in Leipzig - Umweltminister fordert "Abrüstung"

Frank Kupfer Frank Kupfer

Dresden/Leipzig. Sachsens Umweltminister Frank Kupfer (CDU) hat die Bürger des Freistaates zu einem maßvollen Umgang mit Feuerwerk zum Jahreswechsel aufgerufen. „Ich würde mir wünschen, dass die Sachsen dieses Jahr mit einem kleineren Feuerwerk ausklingen lassen! Wer auf Raketen und Knallkörper verzichtet, hilft die Belastung der Luft mit den gefährlichen Verbrennungspartikeln zu verringern und ganz nebenbei Abfall zu sparen“, erklärte Kupfer am Mittwoch. Auch Tiere würden davon profitieren. „Sie sind deutlich geräuschempfindlicher als Menschen. Und Feinstaubpartikel machen auch vor Tierlungen nicht halt.“

Kupfer geht mit gutem Beispiel voran und verzichtet gänzlich auf die Knallerei. Er erinnerte daran, dass mit dem Feuerwerk nach altem Brauch böse Geister vertrieben werden sollen. „Mittlerweile wissen wir durch Messungen, dass dies eine sehr staubige Tradition ist. In den ersten Stunden des neuen Jahres wird vor allem in Großstädten oft das Hundertfache des sonst in einem Kubikmeter Luft enthaltenen Feinstaubs (PM 10) gemessen.“ Laut Ministerium wurden zu Jahresbeginn 2012 in Leipzig Spitzenwerte von 1800 Mikrogramm pro Kubikmeter registriert. Zum Vergleich. In Großstädten liegt der Wert an normalen Tagen bei 30 bis 40 Mikrogramm.

Nach Angaben des Ministeriums dringt Feinstaub selbst durch kleinste Ritzen, zum Beispiel durch undichte Fenster und Türen. Er wird über die Atemluft bis tief in die Lunge inhaliert. „Seit vielen Jahren kennen wir die Auswirkungen zu hoher Feinstaubwerte auf die Gesundheit. Vor allem bei Kindern und älteren Menschen kommt es verstärkt zu Atemwegs- und Kreislauferkrankungen“, sagte Kupfer. Untersuchungen des Feinstaubs von Feuerwerkskörpern ergaben einen hohen Anteil von Metallpartikeln und Dioxinen.

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