Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

32 Vereine 2864 Unterschriften 2248 Vorfälle 561 Fortschritte

 

at29.12.2012 Eine Stadt nimmt Haltung an - Stille Nacht dankt!

Noch nie haben wir so deutliche Worte von einer Behörde zu dem Thema gehört. Wir danken der Stadt Saalfelden am steinernen Meer (Szbg, A)!

Mit Beginn der ersten Krampusläufe beginnt die Zeit der Knallkörper und Raketen. Schweizer Kracher & Co. begleiten uns dann bis Ende Jänner, wenn die letzten Silvester-Vorräte aufgebraucht sind. Besonders Kinder und Jugendliche werden von Knall- und Feuerwerkskörpern magisch angezogen. Anzünden, wegwerfen und auf den Knall warten, so funktioniert das Spiel. Ein Spiel, das in vielen Fällen gesetzeswidrig ist und zudem große gesundheitliche Gefahren birgt. Jährlich werden hunderte Östereicherinnen und Österreicher mit Gehörschäden, ausgelöst durch die Explosion von Knallkörpern, in Krankenhäuser eingeliefert. Bei vielen Patienten bleiben irreparable Schäden zurück.

Wer hat Spaß an der Knallerei?

Lustig ist die Angelegenheit eigentlich nur für jene, die einen Knallkörper zünden. Für alle anderen bleibt es eine unangenehme Lärmbelästigung und mindert die Lebensqualität. Auch Tiere leiden unter den lauten Knallgeräuschen und flüchten vor den Knallern. Unterm Strich überwiegen also die Nachteile.

Strenge gesetzliche Vorgaben

Der Gesetzgeber hat Richtlinien erlassen, was den Kauf und das Abfeuern von Knall- und Feuerwerkskörpern betrifft. Laut Pyrotechnikgesetz ist der Besitz und die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F 1 (dazu zählen zum Beispiel Teppichkracher und Knallfrösche) ab 12 Jahren erlaubt. Der Besitz und die Verwendung von Feuerwerkskörpern der Kategorie F 2 (dazu zählen zum Beispiel Schweizer Kracher) ist erst ab 16 Jahren erlaubt. Die Verwendung von Produkten der Kategorie F 2 im verbauten Gebiet ist verboten. Eine Ausnahme gibt es in Saalfelden nur für die Silvesternacht: Von 31.12.2011, 17 Uhr, bis 1.1.2012, 2 Uhr, ist das Abfeuern von Feuerwerkskörpern der Kategorie F 2 auch im verbauten Gebiet erlaubt. Pyrotechnische Gegenstände der Klassen F 3 und F 4 dürfen nur mit einer Genehmigung der zuständigen Bezirkshauptmannschaft gezündet werden. Ein Appell zur Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen geht vor allem an die Eltern von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Bitte klären Sie Ihre Schützlinge über die Gefahren der Knallkörper und die gesetzlichen Bestimmungen auf! Achten Sie beim Kauf von Knall- und Feuerwerkskörpern auf die jeweilige Kategorie. Im gesamten Bezirk werden im Zeitraum rund um Silvester Schwerpunktkontrollen von der Polizei durchgeführt. Verstöße gegen das Pyrotechnikgesetz werden mit Geldstrafen bis zu 3.600 Euro geahndet.

linklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklink