Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de01.01.2013 Feiern ja, böllern nein!

Böller und Raketen sind an Schlössern und Burgen grundsätzlich verboten, und in manchen Innenstädten auch. Damit Böllerverbote auch eingehalten werden, haben sich oberbayerische Städte schon vorbereitet.

Am liebsten hätte der Erdinger Bürgermeister Feuerwerkskörper in der Innenstadt grundsätzlich verboten. Die Erdinger Polizei hat allerdings nicht genug Personal, um so ein Verbot auch zu kontrollieren. Deshalb hat Bürgermeister Max Gotz seine Bürger nun sogar per Flugblatt aufgerufen, keine Raketen in der Innenstadt abzufeuern.

Darüber hinaus hat die Stadt für die Silvesternacht einen Sicherheitsdienst engagiert, um Unfälle wie im vergangenen Jahr zu verhindern: Damals war eine 17-Jährige von einer Feuerwerksrakete getroffen worden. Sie musste mit schweren Brandverletzungen ins Krankenhaus. Außerdem waren Böller und Raketen gezielt auf Sanitäter und Polizisten geschossen worden.

Sperrung in Dachau

Auch beim Dachauer Schloss hatten sich in der Vergangenheit nicht alle an das Feuerwerks-Verbot gehalten: Böller wurden in die Menge geworfen, Flaschen und Steine flogen auf Häuser am Karlsberg. Deshalb ist der Schlossplatz in der Dachauer Altstadt auch in dieser Silvesternacht wieder komplett gesperrt.

Kontrollen in Burghausen

Nicht ganz so streng geht es in Burghausen zu. Hier dürfen Besucher um Mitternacht auf die Burg; aber alle müssen vorher an Sicherheitskräften vorbei, die kontrollieren, dass niemand Feuerwerkskörper mitbringt.

Brandgefährlicher Funkenflug

Wer den Jahreswechsel auf Bayerns Schlössern und Burgen feiern möchte, muss auf Raketen und Böller verzichten. Rund um die bayerischen Schlösser, Burgen und Residenzen dürften keine Feuerwerkskörper abgebrannt werden, betonte die Bayerische Schlösserverwaltung noch einmal vor Silvester. Grund sei eine erhöhte Brandgefahr durch Funkenflug an den historischen Gebäuden.

Nicht vor Altersheimen und Fachwerkhäusern

Geböllert werden darf grundsätzlich nur am 31. Dezember und am 1. Januar. Verboten ist es auch, Böller und Raketen in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Fachwerkhäusern zu zünden - andernfalls drohen eine Verwarnung oder Bußgelder.

Gefahr durch illegale Böller

In Wasserburg sind in der Altstadt Feuerwerksraketen zwar erlaubt, Böller aber komplett verboten. Bei den Böllern erinnert die Wucht der Explosion eher an eine Sprengung als an einen Silvesterspaß. Zuerst gleißt orangenes Licht, dann zerfetzt die Pappkartusche mit einem ohrenbetäubenden Knall. Bei einem illegalen Knaller kann unter Umständen die ganze Hand abgerissen werden, warnen Experten. Die Einfuhr illegaler Böller ist längst zu einem Massendelikt geworden, so Fachleute vom Zollfahndungsamt München. Ganzjährig werden Zöllner und Bundesgrenzschützer mittlerweile bei Fahrzeugkontrollen fündig. Auffällig sei dabei, dass vor allem Männer die Knaller kauften. Und die ließen sich kaum von Geldstrafen abschrecken.

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