Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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at02.01.2013 Mit gutem Beispiel voran

Stadt Knittelfeld verzichtete erstmals auf Feuerwerk, ruhiger in Judenburg und Murau.

Feinstaub - ein Fremdwort für Murau. Feuerwerk - ein Fremdwort für Knittelfeld? Na ja, nicht ganz, aber erstmals jagte die Stadt diesmal keine Leuchtkörper gen Himmel, auch nicht für die Kleinen. Dennoch soll es ziemlich tosend zugegangen sein, negierten die Bürger ungestraft wieder sämtliche Gesetze. "Ein Anstieg der Feinstaubwerte war zu merken, aber nicht mehr, als Mitte Dezember der durch Heizungen und Verkehr verursachte", so Umweltmitarbeiter Eric Kocher. Er findet es begrüßenswert, als Kommune mit gutem Beispiel voranzugehen. Schließlich stecken hinter der bunten Knallerei Kinderarbeit, unzumutbare Arbeitsbedingungen.

Träumen

Ein Grund, den Kochers Judenburger Kollege Helfried Kreiter träumen lässt: Von einem generellen Verbot des Verkaufs von Knall- und Feuerwerksmaterial, stattdessen von einer "Bündelung" von Feuerwerken, für die nur nachvollziehbar "fair" oder in Österreich hergestellte Raketen verwendet werden. Was den Feinstaub betrifft, kratzt Judenburg selten am Limit, ist wegen des günstigen Murtal-Auswindes nie über dem Grenzwert. Kreiter: "Meines Erachtens war diesmal weniger los als sonst."

Braves Murau? Nun, Gemeinde und Tourismus boten den Bürgern ein farbenprächtiges Himmelsspiel, private Feuerwerke waren nur auf wenigen Plätzen gestattet. Tatsächlich: Stadtamtsdirektor Alfred Baltzer meint, eine ruhigere Silvesternacht als üblich erlebt zu haben. Und führt dies auf das neue Pyrotechnikgesetz zurück. Feinstaub ist es bekanntlich nicht, was Murau Sorge bereiten müsste - nicht zuletzt, weil die Stadt laut Baltzer zu 80 Prozent mit Fernwärme heizt.

Der Aspekt der mehr als fragwürdigen Herstellung des lauten und bunten "Vergnügens" aber gilt für ihn als Argument: "Ja, da sollte man einmal darüber nachdenken."


Bettina Oberrainer
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