Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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at04.01.2013 Anfrage an den Vorarlberger Landesrat für Umwelt und Sicherheit

Bedenkliche Nebenwirkung der Silvesterfeuerwerkerei ist eine massive Überschreitung der Feinstaubwerte, zum Beispiel in Dornbirn um mehr als das Doppelte - siehe Daten vom 31.12.2012 / 1.1.2013 >

Darüber hinaus kam es aufgrund von „Fehlschüssen“ zu Brandereignissen, die Feuerwehr musste Silvester 2012/13 in Vorarlberg 23 Mal ausrücken, ein Dreizehnjähriger hat sich beim Hantieren mit einem Blindgänger erheblich verletzt.

Mich interessiert in diesem Zusammenhang, welche Möglichkeiten das Land Vorarlberg überhaupt hat, um eine Begrenzung bzw. Eingrenzung der Feuerwerkerei zu veranlassen. Darüber hinaus wäre es gut, zumindest einige Hintergrundinformationen zu bekommen.

Daher stelle ich gem. § 54 der GO des Vorarlberger Landtages folgende

Anfrage an Sie als Sicherheitslandesrat:

1. Welche gesetzlichen Grundlagen (Bundes- und Landesgesetze) gelten für das Abschießen von Feuerwerkskörpern durch Privatpersonen?
2. Welche Möglichkeiten hat die Landesregierung, allenfalls das Abschießen von Feuerwerkskörpern oder das Zünden von Knallkörpern in der Silvesternacht zumindest örtlich und/oder zeitlich zu begrenzen?
3. Gibt es Zahlen über die Menge der in Vorarlberg zu Silvester verkauften/gekauften Feuerwerkskörper?
4. Gibt es die Möglichkeit, über Sondersteuern eine Verteuerung der Billigimportware - vorwiegend aus Fernost, häufig produziert in Werkstätten, die hinsichtlich der Sicherheitsstandards und Arbeitsbedingungen allen Beschreibungen spotten - zu erwirken?
5. Wie haben sich die Feinstaubüberschreitungen zum Jahreswechsel an den einzelnen Messstationen in Vorarlberg im Einzelnen dargestellt?
6. Gibt es lufthygienische Erkenntnisse über allfällige andere Belastungen, die durch das massenhafte Abschießen von Feuerwerkskörpern festzustellen sind?
7. Halten Sie als zuständiger Landesrat eine zumindest örtliche und zeitliche Begrenzung der Feuerwerkerei zu Silvester für angebracht, sinnvoll und machbar?


Johannes Rauch (KO, Die Grünen Vorarlberg)
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