Pyrotechnik ist kein Spielzeug

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de05.03.2013 Vergleich im Feuerwerksverfahren

Im Verfahren vor dem Augsburger Verwaltungsgericht haben sich der Kläger und die Gemeinde Marktoffingen auf einen Vergleich geeinigt. Die Gemeinde stimmte zu, nur zu bestimmten Zeiten das Abbrennen von Feuerwerken zu gestatten.

So soll künftig nur noch bis 22.00 Uhr (im Winter) bzw. bis 23.00 Uhr (in den Monaten Mai, Juni, Juli) das Feuerwerken erlaubt sein. Reine Böller ohne Lichteffekte dürfen - außer an Silvester - gar nicht mehr gezündet werden. Zudem müssen Feuerwerke drei Tage vorher angekündigt werden oder geplante Termine im Amtsblatt veröffentlich werden. Der Gemeinderat von Marktoffingen muss dem Vergleich noch zustimmen.

Ein Marktoffinger hatte geklagt

Rund 25 Feuerwerke in einem Jahr in der 1.300 Einwohner-Gemeinde, das ist zu viel, meinte der Anwohner. Bei jeder größeren Feier würden Raketen in den Himmel gejagt – und das oft ohne offizielle Genehmigung.

Der Mann aus Marktoffingen im Ries hatte die Nase voll von den regelmäßigen Feuerwerken vor Ort. Er klagte vor dem Augsburger Verwaltungsgericht gegen seine Gemeinde.

Feuerwerke erhellen den Himmel

Bei jedem runden Geburtstag würden Raketen abgeschossen, obwohl es in etlichen Fällen keine offizielle Genehmigung der Gemeinde gegeben habe. Das stimme zwar, sagte die Bürgermeisterin von Marktoffingen, Marlies Häfner vor der Verhandlung, aber darum habe man sich schon gekümmert. Die Gemeinde sei zudem gesprächsbereit, die Klage vor dem Verwaltungsgericht sei deshalb - ihrer Ansicht nach - nicht nötig. Weil der Kläger die Frage aber grundsätzlich geklärt haben wollte, war es heute zum Verfahren gekommen.


Barbara Leinfelder
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