Pyrotechnik ist kein Spielzeug

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de20.03.2013 Feuerwerk führt zu Diskussionen

Recklinghausen. Funkenregen beim Eröffnungsfeuerwerk der Palmkirmes am vergangenen Freitagabend könnte nun zu einem juristischen Nachspiel führen. Einige Schausteller hatten beklagt, dass die Dächer ihrer Zelte Löcher aufweisen.

Es stellte sich heraus, dass das Feuerwerk auf der südlichen Seite der Kirmes gezündet wurde, dort wo derzeit die Emschergenossenschaft am Hellbach-Umbau arbeitet. Ausgeschrieben von der Stadt, die das Feuerwerk bezahlt, war indes der Bolzplatz am Bruchweg jenseits des Bahndamms als Abbrennplatz. Warum der Feuerwerker vom Berliner Unternehmen 1-2-3-Feuerwerk, das die Ausschreibung gewonnen hatte, einen anderen Abbrennplatz wählte, ließ sich bis gestern nicht klären.

„Die Stadt ist bislang noch nicht an uns herangetreten“, sagt 1-2-3-Geschäftsführer Christian Dettmar. Von möglichen Schäden wisse er nichts und werde daher auch keine Stellung nehmen. Derweil bestätigt Jörg Flossbach, bei der Außenstelle Herten der Bezirksregierung Münster zuständig für Sprengstoffrecht und die Zulassung von Feuerwerken, dass das Feuerwerk angezeigt und einer Plausibilitätsprüfung unterzogen worden sei. Diese Prüfung habe sich auf den Abbrennplatz Bruchweg bezogen.

Geklärt werden muss neben der Standortfrage auch die des Sicherheitsabstands. Der müsse, so Jörg Flossbach, in Metern 80 Prozent des Umfangs einer sogenannten Kugel- oder Zylinderbombe betragen. Sollte der Umfang 100 Millimeter betragen, müsste der Abstand zum Publikum mindestens 80 Meter betragen. Angeblich soll heute ein Gutachter auf der Kirmes erscheinen.


Vest
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