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de25.04.2013 "Warnschussarrest" für Böller-Lieferant

Der Jugendliche, der im September 2011 einen Böller ins Osnabrücker Stadion geschmuggelt hat, ist zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Münster hat am Dienstag zudem einen sogenannten vierwöchigen „Warnschussarrest“ verhängt, der Jugendliche aus Münster-Nienberge muss also vier Wochen ins Gefängnis – zur Warnung. Abgesehen davon muss der zur Tatzeit 15-Jährige unter anderem 200 Stunden gemeinnützige Arbeiten leisten.
Während des Ende Februar begonnenen Prozesses sind die Richter zu dem Urteil gekommen, dass der Angeklagte am 10. September 2011 das Fußballspiel zwischen dem VfL Osnabrück und dem SC Preußen Münster in Osnabrück besucht hat und vor der Partie den Sprengkörper an Juri C. weitergegeben hat. Letztgenannter zündete und warf den Böller, bei der Explosion wurden 33 Menschen verletzte. Juri C. wurde im April vergangenen Jahres deshalb vom Landgericht Osnabrück bereits rechtskräftig zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt. Unter den 33 Verletzten, die zum Teil bis heute unter den Folgen leiden, befanden sich auch fünf Kinder.

Die Richter waren überzeugt, dass der Angeklagte bei der Übergabe des Sprengkörpers wusste, dass dieser im Stadion in Richtung der Osnabrücker Fans geworfen werden sollte, und dass er dabei auch die Verletzung einer Vielzahl von Menschen in Kauf genommen hat. Beim 15-Jährigen wurden bei einer Hausdurchsuchung weitere Feuerwerkskörper und Böller sichergestellt. Er wurde einer Ultra-Fangruppe zugeordnet.


Alexander Heflik
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