Pyrotechnik ist kein Spielzeug

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de27.07.2013 Einjährige Bewährungsstrafe für Pyrotechniker

Bielefeld (WB). Das Landgericht Bielefeld hat einen 44-jährigen Feuerwerker zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Der Mann hatte mit Feuerwerkskörpern hantiert und dabei die Explosion seines Wohnhauses an der Engerschen Straße in Bielefeld-Schildesche verursacht.

Staatsanwalt Christoph Mackel sprach von einem "gemeingefährlichen Verhalten" des Mannes. Der Feuerwerker hatte sich zuvor geständig gezeigt. Er sagte, er habe einen »schlimmen Fehler« gemacht. Am 3. Juni 2012 wollte er nach eigenen Angaben im Garten seines Hauses an der Engerschen Straße ein fünf Meter hohes Bühnenfeuerwerk zünden. Als dies nicht klappte, sei er zurück in die Werkstatt gegangen. Dann sei es zur Explosion gekommen. Er sei dabei gegen eine Wand geschleudert worden.

Bei der Explosion flogen Mauerteile des rückwärtigen Anbaus in die Luft. Gesteinsbrocken wurden gegen die umliegenden Gebäude geschleudert. Es gingen viele Fensterscheiben benachbarter Häuser zu Bruch, Schäden gab es sogar auf den Dächern von zwei Gebäuden an der Engerschen Straße.

Der 44-Jährige selbst hatte in dem Anbau des Hauses gewerkelt, als die von ihm dort gelagerte Pyrotechnik in die Luft flog. Der 44-Jährige hatte von den Behörden der Stadt Bielefeld die Genehmigung zum nicht gewerblichen Umgang mit Pyrotechnik der Klassen I bis IV. Damit können auch Großfeuerwerke ausgerichtet werden.

Gerade die Folgen der Detonation trafen den Verursacher am meisten: Volker H. erlitt schwerste Verletzungen. Ihm musste ein Unterschenkel amputiert werden.

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