Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de28.07.2013 Appell der Fan-IG zeigt Wirkung: In Köln bleibt es ruhig

Aachen.„Auf dem Weg zum Stadion und zum Anpfiff sind leider wieder Rauchbomben und Böller gezündet worden“, berichtet André Bräkling, Sprecher der Interessengemeinschaft der Alemannia-Fans und Fan-Clubs (Fan-IG). „Egal, wie man zu Pyrotechnik steht“, fügt er hinzu, „es ist allgemein bekannt, dass der Einsatz verboten ist.“ Trotzdem Böller zu zünden, ist für Bräkling folglich „bewusstes vereinsschädigendes Verhalten“, die „völlig unnötige Geldstrafen“ für die Alemannia zur Folge hätten. Und die könne sich der finanziell klamme Klub derzeit nun wirklich nicht leisten.

Aus diesem Grund hatte die Fan-IG vor dem Spiel in Köln den dringenden Appell an alle schwarz-gelben Fußballfans gerichtet, „friedlich und fair untereinander und gegenüber unseren sportlichen Gegnern aufzutreten.“ Begleitereignisse wie beim Pokalfinale im Mai dürften sich nicht wiederholen, denn angesichts dieser und vieler anderer Vorfälle müsse man sich darüber im Klaren sein, „dass wir unter besonderer Beobachtung stehen“. Also fordert die Fan-IG in ihrem Appell: „Lasst uns allen zeigen, dass der Öcher an sich eine rauhe aber friedliche Natur ist. Lasst uns bei aller notwendigen Rivalität gemeinsam als gute Gäste und faire Gegner auftreten.“

Das Vorgehen der Fortuna, die laut Medienberichten den eigenen Anhängern aus Angst vor rechten Alemannia-Fans verboten habe, Anti-Nazi-Plakate im Stadion aufzuhängen, hält André Bräkling für ein „falsches Zeichen“. Die Fan-IG mache es anders: „Wir planen Aktionen, die die Zivilcourage der Anhänger stärken soll, um gegen rechte Umtriebe in den eigenen Reihen besser gewappnet zu sein“, kündigt der Sprecher an.


Holger Richter
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