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de12.12.2013 Schongauer Stadtrat verbietet Feuerwerk am Schloßberg

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Schongau - Die Stadt Schongau weitet das Raketenverbot an Silvester aus: Schon ab diesem Jahr ist auch der Schloßberg tabu.

Die Beinahe-Katastrophe an Silvester 2008, als eine Silvesterrakete durch ein Fenster der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt flog und fast den Christbaum in Brand gesteckt hat, ist den Verantwortlichen nachhaltig im Gedächtnis geblieben. Bereits im Jahr darauf wurde im Schongauer Stadtrat einstimmig ein Abschussverbot an Silvester für die Altstadt und die umliegenden Wege erlassen, 2011 kam noch der Platz um die Bücherei am Münztor dazu.
Jetzt folgt der nächste Schritt, und das ist der Schloßberg. Stadtförster Klaus Thien habe sich mit der Bitte an die Stadt gewandt, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl in der Stadtratssitzung. „Das Verbot soll für die ganzen freien Flächen rund um die Hütte gelten“, sagte Reinhold Jaser anhand einer Luftbildkarte. Zur Begründung führte er an, dass dort oben an Silvester immer mehr los sei und deshalb die Waldbrandgefahr steige.
Doch bei Nina Konstantin (ALS) stellten sich vor allem im Hinblick auf die Kontrolle einige Fragen: „Wer überwacht das denn? Es hat ja jetzt schon Beschwerden gegeben, wenn jemand in der Altstadt die Polizei gerufen hat und die keine Zeit hatten.“ Ohne Kontrolle könne man sich das Verbot sparen.
Jaser gab ihr in dieser Hinsicht völlig Recht: „In der Altstadt sind Polizei und Sicherheitswacht unterwegs, das klappt da gut.“ Das sei auf dem Schloßberg natürlich nicht möglich. Dafür war Thien vergangenes Jahr vor Ort. „Der kann natürlich nicht Polizei spielen, aber die Personalien aufnehmen“, sagte Jaser. Grundsätzlich hoffe man aber auf Verständnis aus der Bevölkerung. „Es ist wichtig, dass die Leute die Lust verlieren“, sagte Gerbl. „Die sollen lieber an die Bürgerstiftung spenden.“


bo
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