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Stille Nacht

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de11.01.2014 Schäden nach Silvester: Bad Kötzing soll Böllerei verbieten

Nachdem die Stadt den gröbsten Dreck entfernt hatte, haben die Anlieger zu Eimer und Lappen gegriffen, um die Relikte der Knallkörper von Silvester zu beseitigen. „Aber manches ist eben nicht zu beseitigen,“ sagt der Immobilienbesitzer Schödlbauer. Ob seine Schaufenster repariert oder gar ersetzt werden müssen und was das kostet, konnte er noch nicht beantworten. Nur eines steht fest: „Das sind Vandalismusschäden, die zahlt keine Versicherung. Also zahlt entweder der Verursacher – oder wir.“

Die Innenstädter wollen den Schaden an ihrem Hab und Gut nicht mehr klaglos hinnehmen. Am Freitag veröffentlichte die Familie Gerstl eine Stellungnahme, unterschrieben von der Familie Schödlbauer, Xaver Ritzenberger, Christoph Motal und Alexandra Achatz, Franz Eckl und Maria Sonntag – alle Anlieger der Rathausgasse.

Darin erklären sie, dass es Verunreinigungen und Beschädigungen vor und an den Anwesen der Rathausgasse schon seit Jahren gebe. Nun herrsche Handlungsbedarf.

Vonseiten der Stadt war am Freitagnachmittag keine Stellungnahme zu erhalten. Bürgermeister Wolfgang Ludwig hält Verbote und deren Exekution in der Silvesternacht für problematisch. Gerstl hält in ihrer Stellungnahme dagegen: „Ich glaube, dass dies in Zukunft dringendst an einigen neuralgischen Punkten der Stadt notwendig ist.“ Hierzu zählt natürlich die Rathausgasse, an die auch das historische „Alte Rathaus“ grenze. „Vielleicht ist das den Verantwortlichen der Stadt nicht so viel wert. Meinerseits habe ich die Beschädigungen an der Außenwand, den Fensterbänken und Fenstern unserer Eigentumswohnungen, die nicht mehr mit Putzen zu beseitigen waren, zur Anzeige gebracht. Dem haben sich auch andere Anlieger der Gasse angeschlossen.“
Die Anliegergruppe hat sich vorgenommen, an die Stadt Kötzting den Antrag zu stellen, in Zukunft ein Verbot zum Abfeuern von Feuerwerkskörpern für diesen Teil der Innenstadt zu veranlassen. Der Grund dafür ist nach Ansicht der Unterzeichner buchstäblich offensichtlich.


Roman Hiendlmaier
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