Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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ch31.07.2014 Volksinitiative 2015: Letzte 1.-August-Böller im Aargau

Von der aargauischen Volksinitiative «zum Schutz von Menschen, Tieren und Umwelt vor privaten Feuerwerken» haben die beiden Verkäufer am Feuerwerk-Verkaufsstand beim Bahnhof Aarau noch nie etwas gehört. «Unsere Kunden wissen aber, dass sie heuer kein Feuerwerk der Kategorie 4 mehr abbrennen dürfen.», meint Stefan Funk.

Das wird sich spätestens am 8. März 2015 ändern. Dann stimmen die Aargauer über die 2012 eingereichte Anti-Feuerwerks-Initiative ab. Wird sie angenommen, läuft der 1. August 2015 so ab: In einem klar definierten Zeitfenster zwischen 21 Uhr und Mitternacht darf privates und durch Gemeinden organisiertes Feuerwerk abgebrannt werden. Knallen und krachen wird es dabei jedoch nicht. Verboten sind nämlich «Knallkörper, deren Zweck hauptsächlich darin besteht, eine Detonation oder einen grossen Knall zu erzeugen; Feuerwerkskörper, die mit einem Schussknall ein Feuerwerk beenden, sowie Böller-Raketen»

Noch restriktiver sind die anvisierten Einschränkungen für Silvester. Private Feuerwerke sollen ganz verboten werden, von Gemeinden durchgeführte Feuerwerke – aber natürlich ohne Knalleffekte – soll es weiterhin geben. – «Es gab in unseren Kreisen auch die Forderung nach einem Totalverbot», erklärt Martin Christen vom Initiativkomitee. Eine solche Radikallösung wäre an der Urne aber chancenlos, ist sich der SP-Grossrat bewusst. Deshalb habe man sich im Initiativkomitee, das aus einer Koalition von Tierfreunden, Umweltschützern und Gesundheitsbewussten besteht, auf den vorliegenden Kompromiss geeinigt.

Christen ist überzeugt, dass das Anliegen an der Urne grosse Chancen hat. Maximal ein Drittel der Bevölkerung zünde Feuerwerk.

Hundebesitzer, Lärmgeschädigte und Festmuffel aus der ganzen Schweiz blicken dem kommenden 8. März mit Spannung entgegen, könnte doch der Aargau dannzumal zu einem Zufluchtsort für 1. August und Silvester werden.


Erich Aschwanden
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