Pyrotechnik ist kein Spielzeug

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de24.09.2014 Gerichtsurteil: Kauf illegaler Böller ist bedingter Vorsatz

„Es war dumm von mir, dass ich das mitgenommen habe“, sagte der junge Mann vor dem Amtsgericht Spaichingen. Den Schlagring wollte er einfach „in Besitz haben“. Aber nicht „um Gewalt auszuüben“. Die Böller habe er für Silvester gekauft. In Deutschland unterliegen Feuerwerkskörper einer strengen Kontrolle, werden getestet und mit einem Zulassungszeichen versehen. „Ich wusste nicht, dass die Bomben oder Böller in Deutschland verboten sind“.

„Eine Schutzbehauptung“, sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. „Wer es darauf ankommen lässt, handelt bedingt vorsätzlich“, so der Richter und beantwortete somit eine von zwei wichtigen Fragen, die das Gericht zu klären hatte: Nämlich die, ob der junge Mann im Umgang mit den Feuerwerkskörpern vorsätzlich gehandelt hat oder nicht. Die andere Frage war die, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht anzuwenden ist. „Ich sehe keine Gründe für das Jugendstrafrecht“, so die Staatsanwältin. Sie forderte eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je fünf Euro und sagte, dass der Mann in der Verhandlung zwar geständig gewesen, ihm „der Ernst der Lage“ aber nicht bewusst sei. Hinzu komme, so der Richter in seinem Urteil, dass er bereits zwei Mal strafrechtlich aufgefallen sei: „Es ist eine gewisse kriminelle Energie im Spiel.“

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