Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de16.10.2014 Ausgeböllert: Raketen und Kracher zukünftig verboten

In Meßkirch hat's sich ausgeböllert: Raketen und laute Kracher sind in Zukunft verboten. Das wird mit der Brandgefahr durch die glühenden Hüllen begründet.

Die erlaubte Alternative sind Batteriefeuerwerke mit so genannter Zerlegungsladung, also mit einem leichten Knallgeräusch. Neu wird auch sein, dass der Farbenzauber im Nachthimmel nach spätestens einer Viertelstunde beendet sein muss. Wie bisher schon sind Feuerwerke außerhalb der Silvester-/Neujahrsnacht nach 23 Uhr nicht mehr zulässig. Bei der Abstimmung votierten zehn Räte für Batteriefeuerwerke mit Zerlegungsladung, fünf Bürgervertreter sprachen sich gegen den Knalleffekt aus. Die Verwaltung wurde damit beauftragt, eine entsprechende Satzungsänderung vorzubereiten. Das beabsichtigte Verbot von Feuerwerksraketen wird mit der Brandgefahr durch die glühenden Hüllen begründet.

Die Diskussion hatte bereits in der Septembersitzung des Gremiums ein Vorstoß von Christel Golz (CDU) ausgelöst. Sie hatte sich über Belästigungen von Menschen und Tieren durch Feuerwerke beklagt. Aufgrund dieser Anfrage stand das Thema „Feuerwerk“ auf der Tagesordnung des Gemeinderates.
Im Laufe der Diskussion zeigte es sich, dass die nicht genehmigten Feuerwerke ein besonderes Problem darstellen. Ratsmitglied Thomas Nuding (FWV) hatte von einem offenbar nicht genehmigten Feuerwerk am 11. Oktober vor der Stadthalle berichtet. Sogar die Feuerwehr habe ausrücken müssen. Er wollte wissen, ob die Verantwortlichen für das Feuerwerk für die Kosten des Feuerwehreinsatzes nicht in Regress genommen werden könnten.

Martin Stehmer vom Amt für öffentliche Ordnung verwies auf die schwierigen rechtlichen Probleme, den Verursacher überhaupt festzustellen. Einfach die Hallenmieter für den Feuerwehreinsatz haftbar zu machen, ginge nicht. Bürgermeister Arne Zwick: „Im Bedarfsfall hat das Feuerwerk niemand angezündet und die Raketen sind von selbst losgegangen.“ Anders sei es bei angemeldeten Feuerwerken. Da ist aus Sicht der Verwaltung der Anmelder schadenersatzpflichtig. Abgesehen von der Schadenersatzfrage gibt es einen Strafrahmen für illegale Feuerwerke.

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