Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

32 Vereine 3078 Unterschriften 2291 Vorfälle 581 Fortschritte

 

de03.03.2015 Bewährungsstrafen im Böllerwerfer-Prozess

Bewährungsstrafen im Böller-Prozess: Der Strafrichter hat Jan G. (28) wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz zu 14 Monaten mit Strafaussetzung verurteilt.

WOLFSBURG/HANNOVER.
Zudem muss der 28-Jährige 800 Euro Geldauflage zahlen. Gegen den Mitangeklagten Bernd S. (55) wurden wegen Beihilfe sieben Monate mit Bewährung verhängt. Ihm gab der Richter auf, 400 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zu überweisen. Böller seien in einem Fußballstadion "nicht nur unerwünscht, sondern dürfen nicht sein", so der Vorsitzende.

Vor dem Amtsgericht Wolfsburg hatte am Montagmorgen der Prozess gegen zwei Fans von Hannover 96 begonnen. Sie wurden beschuldigt, am 25. Januar 2014 während des Spiels VfL Wolfsburg gegen Hannover 96 in der Wolfsburger VW-Arena einen illegalen Kanonenschlag gezündet zu haben. Ein ohrenbetäubender Knall in der Südkurve hatte einen 96-Anhänger (40) schwer verletzt.

Die Anklage lautete auf gefährliche Körperverletzung und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz beziehungsweise Beihilfe dazu. G. hat die Tat eingeräumt. Angeblich habe er nicht damit gerechnet, dass derart Schlimmes passieren könnte. Er sei an dem Tag auch ziemlich betrunken gewesen - und: "Ich wollte nur Party machen", sagte er. 1,1 Promille hatte sein Alkoholtest ergeben.

S. ließ von seinem Verteidiger eine Erklärung verlesen, in der er einräumte, dem Langenhagener mittels einer Zigarettenkippe Feuer gegeben zu haben. Allerdings habe er weder damit gerechnet noch es gewollt, dass G. den Böller in den 96-Fanblock zündet. Die schwere Verletzung des Geschädigten sei schon gar nicht von ihm beabsichtigt gewesen.

linklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklink