Pyrotechnik ist kein Spielzeug

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de04.03.2015 Pyrotechnik im Stadion: Kopf der “Hugos” muss ins Gefängnis

Das Landgericht Essen hat einen Schalke-Fan wegen Zündens von Pyrotechnik beim Abschied der “Hugos” aus der Schalker Arena im November 2012 zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt.

Wie die WAZ berichtet, soll es sich bei dem 24-Jährigen um den Kopf der Ultra-Gruppe handeln. Bereits im Sommer 2014 hatte das Amtsgericht Buer ein entsprechendes Urteil gegen gesprochen, die Strafe allerdings zur Bewährung ausgesetzt. Nachdem die Staatsanwaltschaft in Berufung gegangen war, strich das Landgericht Essen nun die Bewährung.

Ursächlich für das harte Urteil war vor allem das lange Vorstrafenregister des Studenten. Seit seinem 16. Lebensjahr sei er immer wieder auffällig geworden – meistens in Zusammenhang mit Fußballspielen seines Vereins. Obwohl er bei einem vorangegangenen Verfahren bereits beteuert hatte, sich von den Hugos loszusagen, sei dies offenbar nicht geschehen.

Große Abschiedsshow gegen Frankfurt: “Hugos sind nicht auszulöschen”

Die Hugos hatten im November 2012 beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt massiv Pyrotechnik im eigenen Stadion gezündet. Eine Abschieds-Veranstaltung: Gegen über 100 Schalker, darunter ein Großteil Mitglieder der Hugos, waren im Nachgang eines Auswärtsspiels in Dortmund bereits Stadionverbote unterwegs. Dagegen hatten die Hugos bei ihrem vorerst letzten gemeinsamen Stadionauftritt auch mit Spruchbändern protestiert: “Hugos sind nicht auszulöschen” und “Wir werden nie so sein – uns kriegt ihr niemals klein.” Durch den Einsatz von Pyrotechnik sollen acht Zuschauer verletzt worden sein.

Der Angeklagte gab an, erst kurz vor der Aktion eingeweiht worden zu sein, sie mithin also nicht federführend geplant zu haben. Als Kopf der Gruppe habe er sie aber vermutlich verhindern können.

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