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de09.04.2015 Fußball-Fan muss 30.000 Euro an den 1. FC Köln zahlen

KÖLN – Der Richter hatte es beim ersten Verhandlungstag im Kölner Landgericht bereits angedeutet, jetzt ist es offiziell: Für seinen Böller-Wurf im Rheinenergie-Stadion muss Fußball-Fan Alex G. (41) nun 30.000 Euro blechen – an den FC.

Der Handwerker aus Flittard habe seine „Schutz- und Rücksichtnahmepflichten“ im Stadion in erheblicher Weise verletzt, stellte Richter Florian Kockentiedt am Mittwoch in seinem Urteil fest.
Alex G. hatte bei der Zweitligapartie 1. FC Köln gegen den SC Paderborn (9. Februar 2014, Endstand 0:1) einen Böller aus dem Oberrang der Nordkurve geworfen. Der explodierte im Unterrang. Ein Fan erlitt ein Knalltrauma, einem anderen wurden Haare verbrannt.

Das Urteil legt aber kein Schmerzensgeld fest – 4000 Euro muss der Werfer bereits im Rahmen eines Strafprozesses zahlen. Im jetzigen Verfahren ging es um eine Verbandsstrafe, die der DFB nach mehreren Fan-Ausschreitungen im Rheinenergie-Stadion an den 1. FC Köln aussprach.

Die spannende Frage war im Vorfeld: Kann der FC Geldstrafen, die ihm als Verein gelten, an die Randalierer weiterreichen? Das Kölner Amtsgericht hatte dies in einem ähnlichen Fall verneint. Das Landgericht sah es aber anders.

„Die Entscheidung ist für uns und die anderen Vereine wichtig, weil es uns Rechtssicherheit gibt“, sagt Alexander Wehrle, FC-Geschäftsführer, dem EXPRESS. Man habe jetzt endlich ein Urteil eines Landgerichts, das die Ansprüche der Klubs auf Schadenersatz bestätige.

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