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de25.06.2015 Raketen in Oberthulba nur noch an Silvester

Der Markt Oberthulba hat privates Feuerwerk unter dem Jahr verboten. Es hat einfach überhandgenommen.

Dass es zum Jahreswechsel an Silvester ein privates Feuerwerk geben darf, ist unbestritten. Doch wie ist es bei Geburtstagsfeiern oder Jubiläen? Die entsprechenden Anträge häuften sich im Rathaus Oberthulba. Manchmal wurden die Feuerwerksraketen verbotenerweise auch ohne Antrag in den Himmel gejagt.
Jetzt ist Schluss damit, beschlossen die Gemeinderäte. Nach langer Diskussion wurde mit 15:4 Stimmen ein generelles Verbot beschlossen, außer bei Feiern zum 90- oder 100-Jährigen sowie bei Ortsfesten.
Für die Marktgemeinde war der Punkt erreicht, über Grundsätzliches nachzudenken. "Privates Feuerwerk in der Nähe von Kirchen und Krankenhäusern ist eh nicht erlaubt", informierte Verwaltungs-Geschäftsführerin Nicole Wehner den Marktgemeinderat. Außerhalb des Ortes bestünde Waldbrandgefahr, wies sie auf den Waldreichtum rund um Oberthulba und den zugehörigen Ortsteilen hin. Darüber hinaus seien der Tierschutz und der Wunsch nach ungestörter Nachtruhe weitere Argumente gegen private Feuerwerke.

Nicht ganz ungefährlich
Trotzdem konnte bislang zwei Wochen vor dem Ereignis gegen eine Gebühr in Höhe von 20 Euro ein Antrag auf privates Feuerwerk gestellt werden. "Es nimmt allmählich überhand", so Wehner. Anlass seien zumeist Hochzeiten und runde Geburtstage. Leicht könne was passieren. "Und wenn die Gemeinde das Feuerwerk genehmigt hat, trägt sie einen Teil der Verantwortung", gab sie zu bedenken.
"Wir sollten private Feuerwerke generell verbieten - auch an Silvester", schlug Timo Stürzenberger (CSU / FWG Oberthulba) vor. "Ein Verbot wird nicht so viel ausrichten wie eine erfolgreiche Überzeugungsarbeit", meinte Jürgen Weigand (FWG Wittershausen). "Unter Alkoholeinfluss greift die Überzeugungsarbeit nicht", sagte Michael Meindl (Bürgervereinigung Thulba).
Torsten Büchner (FWG Frankenbrunn): "Viele Feuerwerke werden ohne Genehmigung abgeschossen." "Viele wissen wohl nicht, dass es genehmigungspflichtig ist", vermutete Margot Schottdorf (CSU / FWG Oberthulba). Ein Verstoß gegen diese Pflicht sei eine Ordnungwidrigkeit, die teuer kommen könne, bestätigte Wehner. "Es ist kein Offizialdelikt, aber die Freiheit eines jeden Bürgers endet da, wo ein anderer Bürger mit Nachteilen betroffen wird", sagte Bürgermeister Gotthard Schlereth.
Der Beschluss zum generellen Verbot des privaten Feuerwerks gestattet aber weiterhin das Silvesterfeuerwerk im Bereich des Marktes Oberthulba.

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