Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de03.09.2015 18 Monate unbedingte Haft für Pyrotechnik im Fußballstadion

Wegen des Abbrennens von Pyrotechnik muss ein 25 Jahre alter Fan des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 für ein Jahr und sechs Monate in Haft. Dies teilte das Oberlandesgericht (OLG) Hamm am Donnerstag mit. Der 5. Strafsenat des OLG hatte das Urteil am 11. August in letzter Instanz gefällt und ist rechtskräftig. Zunächst hatte das Schöffengericht Gelsenkirchen-Buer in erster Instanz auf eine Haftstrafe mit Bewährung entschieden.

Gegen diesen Urteilsspruch hatte die Staatsanwaltschaft Einspruch erhoben, da der Schalke-Fan zuvor bereits mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten war, und eine Strafe ohne Bewährung beantragt. Das Landgericht Essen folgte der Anklage in zweiter Instanz und verhängte eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung. Die darauffolgende Revision des Anklagten wies das OLG Hamm nunmehr zurück.

Am 24. November 2012 hatte der Angeklagte, der zur Schalke-Fangruppierung "Hugos" gehörte, beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt gemeinsam mit mehreren anderen Krawallmachern 19 Seenotrettungsfackeln gezündet. Durch die dabei ausgetretenen toxischen Rauchgase erlitten acht unbeteiligte Stadionbesucher, unter anderem ein zwölf Jahre altes Kind, "zum Teil erhebliche Rauchgasvergiftungen", wie das OLG Hamm zu seiner Urteilsbegründung ausführte.

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