Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de15.10.2015 Strafbefehl wegen Silvester-Feuerwerk

Amtsgericht Augsburg Der Anklage zufolge zündete der 24-Jährige ein sogenanntes "Römisches Licht", bei dem mehrere Feuerbälle heraugeschossen werden.
Der Mann ignorierte offenbar die Bedienungsleitung. Laut dieser sollte er eigentlich den Feuerwerkskörper in die Erde stecken. Stattdessen zündete er das Römische Licht in der Hand. Die Folge: Die Feuerkugeln stiegen nach Angaben eines Gerichtssprechers nicht steil auf, sondern schräg nach oben.

Freund erblindet wohl dauerhaft
Seinen Freund, der in unmittelbarer Nähe stand, soll der Angeklagte erst gewarnt haben, als er die Lunte bereits entzündet hatte. Ein anderer Bekannter hörte die Warnung scheinbar aber nicht rechtzeitig und wurde von einem Feuerball im Bereich des rechten Auges getroffen.

Dabei erlitt er schwerste Verbrennungen der Bindehaut, wurde in der Zwischenzeit achtmal operiert. Trotzdem muss der Mann damit rechnen, dass er am rechten Auge dauerhaft erblindet. Die Anklage lautet auf fahrlässige Körperverletzung.

Weil der Angeklagte der Verhandlung unentschuldigt fern blieb, tritt nun ein bereits erlassener Strafbefehl wegen fahrlässiger Körperverletzung in Kraft - der Mann muss 5.250 Euro bezahlen.

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