Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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at20.11.2015 Umweltanwältin hält Testschießen für Belastung

ST. MAREIN-FEISTRITZ Für Tiere und auch viele Zweibeiner ist es höllische Belästigung. „Da zieht man auf das Land und dann so etwas“, wünscht sich eine Anrainerin mehr Sensibilität. Ja, es gibt Widerstand in St. Marein-Feistritz gegen das von der Gratkorner Pyrotechnik-Firma Gruber veranstaltete Testschießen diesen Freitagabend, 20. November

Beruhigungstablette

Drei Stunden Programm, schwere Kaliber, Beruhigungstabletten für Hunde, mehr als tausend erwartete Gäste. Alles legal, alles von der Bezirkshauptmannschaft Murtal genehmigt: Straßenpolizeiliches Verfahren, Pyrotechnikgesetz, Veranstaltungsgesetz. Welches bekanntlich vorsorglich kein Mitspracherecht für Umweltbehörde oder Anrainer vorsieht. „Eigentlich traurig, das sind doch die, die es betrifft“, ärgert sich eine Mareinerin.

Umweltanwältin Ute Pöllinger („die Behörde arbeitet natürlich korrekt“) macht aus ihren rechtsstaatlichen Bedenken bezüglich des Gesetzes kein Geheimnis. Und sie versteht die Bedenken der Anrainer: „Fakt ist, es wird eine Belastung darstellen.“ Insbesondere für Tiere: „Der Hund hört anders und kann den Lärm nicht zuordnen. Er leidet psychisch.“ Man kennt die Problematik aus der Silvesternacht: „Ich weiß es von Bauern, in der Früh schaut es schlimm aus im Stall“, erzählt die Anrainerin.

Inversionswetterlage

Und der Feinstaub in einer Gegend mit Inversionswetterlage, etlichen Schotterwerken und Salzstreuung? Seit Montag steht auf einem privaten Grundstück auf Anraten eines Anrainers eine Messstelle des Landes, es geht um Vergleichswerte vor und nach der Schießerei. Wie berichtet ließ die Firma Gruber im ehemaligen Veranstaltungsort Semriach ebenso vor und nach der Knallerei messen – angeblich ohne Veränderung.

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