Pyrotechnik ist kein Spielzeug

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de05.12.2015 Bundespolizei klebt Plakate gegen Knaller

Löbau-Zittau. Normalerweise sorgen die Bundespolizisten für Ordnung und Sicherheit an der Grenze. Derzeit haben sie noch eine andere wichtige Aufgabe: Sie kleben Plakate. Die hängen in der Region gut sichtbar bereits an vielen ehemaligen Grenzübergängen nach Tschechien, zum Beispiel in Seifhennersdorf und Ebersbach-Neugersdorf. Anfang nächster Woche sind noch Großschönau und das Zittauer Gebirge dran. Die Schilder warnen Grenzgänger vor Böllern aus dem Nachbarland. Denn Pyrotechnik aus Tschechien mit nach Deutschland zu bringen, ist teilweise verboten und gilt als Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz. Die Kennzeichnung, die in Deutschland sichtbar sein muss, gibt es bei den Produkten aus dem Ausland oft nicht. Das ist ein Hinweis darauf, dass sie nicht den strengen Sicherheitsrichtlinien unterliegen wie hierzulande. Alles in allem sei es für den Laien schwer zu durchschauen, was er darf und was nicht, sagt Thomas Neumann von der Ebersbacher Bundespolizeiinspektion. Deshalb berät die Bundespolizei auch zum Thema. Diese Aufgabe übernehmen in der Ebersbacher Dienststelle zwei Beamte. Beide sind hier als sogenannte Kriminalpräventionsberater tätig. Sie betreiben also vorbeugend Aufklärung und beraten Bürger – das tun sie, bevor etwas passieren kann.

Einen Anstieg an aus dem Ausland eingeführten Böllern und Raketen verzeichnet die Bundespolizei nicht. „Das Thema ist jedes Jahr aktuell, wenn es auf Silvester zugeht“, so Thomas Neumann. Deshalb will die Bundespolizei gerade in dieser Zeit verstärkt auf die Gefahren aufmerksam machen. Denn ungefährlich sind die ausländischen Böller tatsächlich nicht, wie Thomas Neumann berichtet. So sind die Knallkörper teilweise nicht mit einem Zeitzünder ausgestattet. „Das heißt, sobald sie angezündet werden, explodieren sie auch schon“, so Neumann. Das kann schlimme Folgen haben, abgerissene Finger sind keine Seltenheit.

Dafür will die Bundespolizei sensibilisieren. Die Plakataktion ist nicht ganz neu. Auch in den Vorjahren warnte die Behörde mit Hinweisen an den ehemaligen Zollhäuschen an den Grenzübergängen. Neu sind aber jetzt die großflächigen Plakate, die auch gut sichtbar an Laternenmasten befestigt werden. In den Rathäusern der Grenzorte liegen außerdem Flyer mit Hinweisen aus.

Fragen rund um die Einfuhr von Pyrotechnik beantwortet die Bundespolizei Ebersbach unter: 03586 76020


Romy Kühr
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