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un08.01.2016 Polizei fasst «Böller-​​Gang» aus dem Norden

ESCH/SAUER - Die Polizei hat jene Verdächtigen ermittelt, die in der Stausee-Gegend mit Böllern gewütet haben. Es handelt sich um fünf junge Männer.

Blitzerfolg für die Ermittler: Die Polizei hat jene Verdächtigen ermittelt, die in der Nacht auf Donnerstag Telefonkabinen, Mülltonnen und einen Briefkasten mit Feuerwerkskörpern in die Luft gesprengt haben sollen. Es handelt sich dabei um fünf junge Männer im Alter zwischen 20 und 24 Jahren, wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage von L'essentiel bestätigt. Ein besonderes Motiv hatten die Täter offenbar nicht – die Sachbeschädigungen waren wohl auf Langeweile zurückzuführen. Die Ermittlungen richten sich zudem gegen einen weiteren Mann, der die Feuerwerkskörper verkauft hatte. Ihm fehlten nämlich die notwendigen Genehmigungen.

Die «Böller-Gang» hatte in den frühen Morgenstunden des 7. Januar die Gegend des Obersauer-Stausees aus dem Schlaf gerissen. In Eschdorf schreckte gegen halb 3 Uhr morgens ein lauter Knall die Bewohner der kleinen Ortschaft auf: Die Verdächtigen hatten hier einen Briefkasten mit Böllern in die Luft gejagt. Von ihm blieben nur mehr Trümmerteile übrig. Ein Augenzeuge sah nach dem Knall zwei Personen hinter dem Gemeindegebäude vorbeilaufen.

Täter müssen mit Prozess rechnen

Wenige Stunden später fand ein Gemeindearbeiter eine zerstörte Telefonzelle in der Rue des Jardins in Esch/Sauer. Die Explosion war so heftig, dass die Fenster der Kabine zersprungen und einige Teile meterweit davongeflogen waren. Auch am Ortsausgang von Lultzhausen, auf der N27, zündete die Bande einen Böller in einer Telefonkabine. Auch hier zerbarsten die Fensterscheiben. In Arsdorf und Hierheck warfen die jungen Männer Böller in Mülltonnen.

Die Ermittlungen führten der Kriminalermittlungsdienst (SREC) aus Diekirch und Beamte der Dienststelle Wiltz. Die Täter wurden angezeigt und müssen mit Geldstrafen rechnen, im schlimmsten Fall sogar mit Gefängnisstrafen. Ihnen werden mutwillige Beschädigung von fremdem Eigentum sowie Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz vorgeworfen. In den Häusern und Fahrzeugen der Verdächtigen fanden die Beamten zudem weitere Böller.

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