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ch30.06.2016 Gemeinde ruft zum Feuerwerk-Boykott auf

Besinnlich statt knallig: Die Bevölkerung von Udligenswil soll am 1. August auf Feuerwerk verzichten und stattdessen Lampions und Schweizerfahnen hissen.

Nationalfeiertag ohne Feuerwerk? In der Schweiz ist das kaum vorstellbar. Doch genau dies wollen die Behörden von Udligenswil jetzt erreichen: Im jüngsten Infoblatt an die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, am 1. August auf Raketen und Böller zu verzichten. «Nicht alle Menschen und Tiere erfreuen sich den lauten Knalleffekten von Feuerwerken. Sie können sogar Angst und Panik auslösen», heisst es dort. Zudem würde Feuerwerk die Umwelt verschmutzen. Das Bundesamt für Umwelt teilte dazu am letzten 1. August mit, dass pro Jahr durch das Abbrennen aller Feuerwerke zusammen in der Schweiz 360 Tonnen Feinstaub entstehen.

Umfrage: Verzichten Sie am 1. August auf Feuerwerk?

Von 2239 Teilnehmern sagten 41 % „Niemals! Das gehört einfach dazu.“
und 59% “Ja, micht nervt die Knallerei gewaltig.“

Häuser mit Schweizerfahnen schmücken

Die Gemeinde Udligenswil möchte lieber einen besinnlichen, ruhigen Nationalfeiertag begehen. Statt Feuerwerk wird folgendes empfohlen: «Tischlampen, Lichterschlangen, Leuchtobjekte, Deko-Lichter, Lichtkugeln, Girlanden, Wimpelketten, Luftballons, Fahnen, bunte Bänder oder Finnenkerzen sind sehr schön. Besonders festlich wird unser Nationalfeiertag, wenn Häuser, Gärten und Balkone geschmückt und die Schweizerfahnen gehisst sind.»

Laut Gemeindeschreiber Reto Schöpfer wurde der Aufruf gemacht, weil seit 2014 eine strengere Sprengschutzverordnung gilt und man auch an die Sicherheit appelliert. Zudem nehme man auch Aufrufe des Schweizer Tierschutzes ernst, der jeweils vor dem erschreckenden Lärm warne. «Und natürlich gibt es auch Leute, die es nicht schätzen, wenn ihre Nachbarn nach 22 Uhr noch ein privates Seenachtsfäschtli veranstalten.»

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