Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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at30.12.2008 ORF Steiermark: Laut einer Umfrage sind 63% FÜR ein Verbot von Feuerwerk

Mediziner fordern Verbot von Feuerwerken

Durch Kracher und Raketen werden zu Silvester die Feinstaubwerte wieder in die Höhe schnellen. Medizinern ist angesichts dieser Tatsache gar nicht zum Feiern zumute - sie fordern sogar ein Verbot von Feuerwerken.

Feinstaubbelastung steigt deutlich an

Der Anstieg der Feinstaubbelastung durch Raketen und Knaller sei klar belegbar, heißt es aus der Luftgüteüberwachungszentrale. So ließen sich etwa in Graz, an unterschiedlichen Stationen gemessen, Anstiege vom 30. Dezember bis zum 1. Jänner zwischen 250 und 700 Prozent nachweisen.

Tendenz steigend

Neun von zehn Österreichern werden heuer laut einer Studie Silvester feiern und mit Krachern und Raketen das neue Jahr begrüßen.
Silvesterfeinstaub sei dabei besonders gefährlich und nicht mit jenem aus dem Verkehr zu vergleichen, so Lungenfacharzt Gert Wurzinger vom LKH Hörgas/Enzenbach: "Dieser Feinstaub besteht großteils aus sehr aggressiven Chemikalien, die durch die Explosion, durch das Verpuffen freigesetzt werden."
So sind die hochgefährlichen Substanzen Strontium und Barium um das 20- bis 50-Fache des Normalwerts erhöht. Schwefel wiederum reize die Atemwege, so Wurzinger: "Besonders Leute, die empfindliche Atemwege haben, bekommen davon Asthma, Atembeschwerden, Hustenanfälle." Substanzen können auch ins Blut gelangen
Der Lungenfacharzt fordert daher ein generelles Verbot der Silvesterkracher - immerhin können die gesundheitsschädigenden Substanzen auch ins Blut und den Herzkreislauf gelangen.
Bis es so weit ist, empfiehlt Wurzinger, den Feuerwerken möglichst auszuweichen, die Zeit also nicht im Freien zu verbringen, die Fenster zu schließen und Klimaanlagen mit Luftfilter einzuschalten.

Tiere sind zu Silvester im Dauerstress

Scharfe Kritik kommt auch heuer wieder von den Tierschützern. Für Tausende Haustierhalter und ihre Schützlinge ist der Jahreswechsel ein Horrortrip. Die Tiere leiden durch das Geknalle unter massivem Stress und Panikattacken - zum Teil helfen nur noch schwere Beruhigungsmittel.

Feuerwerke im Ortsgebiet verboten

In Graz genehmigte der Bürgermeister heuer nur das traditionelle Feuerwerk auf dem Schlossberg.
Allein in der Steiermark rechnet der Handel heuer dennoch mit einem neuen Rekordumsatz mit Raketen und Knallern von neun Millionen Euro. Der Großteil davon darf jedoch laut Gesetz im Ortsgebiet gar nicht gezündet werden, so Karl Lassnig vom Landespolizeikommando Steiermark: "Das reicht von den Schweizerkrachern bis zu den Raketen. Es gibt nur die Möglichkeit, dass der Bürgermeister eine Ausnahmegenehmigung für bestimmte Plätze erteilt."
Die Polizei kündigte für den Silvesterabend deutlich verschärfte Kontrollen an. Wer dennoch illegal feuerte, musste mit Strafen bis zu 2.000 Euro rechnen.

Böller-Verbot in Slowenien


In Slowenien sind heuer erstmals Verkauf, Besitz und Benutzung von Böllern und Krachern gänzlich verboten. Wer das Gesetz missachtet, muss bis zu 1.200 Euro Strafe zahlen. Firmen, die Knaller vertreiben, zahlen bis zu 50.000 Euro. Mit dem Verbot wollen die Behörden Sachschäden verhindern. Das Verbot gilt auch für Touristen.

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