Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de17.11.2016 Böllerverbot am Main

Frankfurt Absperrungen, Taschenkontrollen, Böllerverbot am nördlichen Mainufer – all das gehört zum Sicherheitskonzept für die diesjährige Silvesternacht.

Noch ist nicht einmal der Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus eröffnet, trotzdem beschäftigten sich im Römer die Politiker gestern mit dem Jahreswechsel. „Ich glaube, dass wir den Silvesterabend ruhig genießen und gut ins neue Jahr starten können“, sagte Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) in der Sitzung des Stadtparlaments.

Nachdem es in der Silvesternacht des vergangenen Jahres vor allem in Köln, aber auch in Frankfurt zahlreiche Straftaten, vor allem sexuelle Übergriffe auf Frauen und Diebstähle, gegeben hatte, wollen Stadt- und Landespolizei, Feuerwehr und Rettungsdienste nun gemeinsam dafür sorgen, dass sich die Bürger auch in der letzten Nacht des Jahres sicher und angstfrei in der gesamten Innenstadt bewegen können.

Hier keine Raketen

Anders als sonst werden dabei aber nicht die Alkoholflaschen konfisziert – tabu sind diesmal Böller und Raketen. „Wer mit Feuerwerk kommt, dem werden wir sagen: Bitte nicht hier“, kündigte Frank an. In der gesamten Sicherheitszone darf kein Knaller gezündet werden. „Alles andere ist einfach zu gefährlich, es herrscht ein riesiges Gedränge dort“, erklärte Frank die geplanten Maßnahmen. In den vergangenen Jahren hatte es am Main etliche Unfälle gegeben, weil Böller und Raketen mitten in Menschenmengen geschossen wurden. Rettungs- und Ordnungsdienste hatten stets große Mühe, zu Hilfsbedürftigen zu gelangen. „Zudem ist durch die Knallerei alles voller Nebel, da sieht niemand mehr etwas“, so Frank. Nun soll also alles geordneter ablaufen. „Sie können sich das Feuerwerk von der Südseite ansehen“, sagte Frank. Südlich des Mains ist das Böllern wohl weiterhin erlaubt, wobei es Überlegungen gibt, es auch am Tiefkai zu untersagen.

Im Stadtparlament stieß das Sicherheitskonzept überwiegend auf Zustimmung. „Ja, es schränkt die persönliche Freiheit etwas ein, das ist bedauerlich. Aber vor allem Mädchen und junge Frauen müssen sich in der Stadt sicher fühlen“, sagte Stephan Deusinger (CDU). Er erinnerte ebenso wie Ursula auf der Heide (Grüne) daran, dass in diesem Zusammenhang nicht nur die offiziellen Sicherheitskräfte in der Pflicht stehen: „Auch die Feiernden sind aufgefordert, möglichen Opfern zur Hilfe zu kommen.“

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