Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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at05.01.2017 Steirischer SPÖ-Landesrat kann sich Feuerwerk-Verkaufstopp vorstellen

Graz - Der steirischen Umweltlandesrat Anton Lang (SPÖ) fordert einen Verkaufsstopp für Feuerwerksartikel an unbefugte Privatpersonen, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. Dies sei nicht nur aus Sicherheitsgründen wegen der vielen schweren Unfälle, sondern auch wegen der Luftbelastung nach Silvester nötig. Im Raum Graz habe es seit dem Jahreswechsel schon fünf Feinstaub-Überschreitungstage gegeben.

Eine Lösung sieht Lang nur in einem gesetzlich verankerten generellen Verkaufsstopp von Feuerwerkskörpern an nicht befugte Privatpersonen und eine Einschränkung der Feuerwerke pro Gemeinde. „Ich möchte keinesfalls die Freude der Menschen zum Jahreswechsel schmälern. Der unkontrollierten Knallerei muss aber Einhalt geboten werden“, sagte der Landesrat. Die Luftbelastung nach Silvester sei hausgemacht, ziehe sich über mehrere Tage hin und belaste die Feinstaubbilanz des gesamten Jahres hinsichtlich der Einhaltung der erlaubten EU-Grenzwerte.

Das geltende Pyrotechnikgesetz, eine Bundesmaterie, wonach in Ortsgebieten Feuerwerke und Knaller, wie sie zu Silvester verschossen werden, de facto verboten sind, erweise sich als zahnlos und in der Praxis nicht vollziehbar. „Die Exekutive trifft hier keine Schuld, da es schier unmöglich ist, jeder einzelnen Rakete nachzugehen“, sagte Lang. Neben der Luftbelastung gehe es auch um Stress durch Lärm für Mensch und Tier. „Was beim Osterfeuer funktioniert, das muss auch zu Silvester greifen. Ein Feuerwerk pro Gemeinde und mit der Gemeinde als Veranstalter und durch befugten Pyrotechniker sollte reichen, um in fröhlicher Stimmung den Jahreswechsel zu feiern,“ sagte der Landesrat.

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