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de08.01.2017 Grüne fordern Kalkberg-Sperrung

Lüneburg. Müll, Reste abgeschossener Silvesterraketen und verschreckte Tiere waren einmal mehr traurige Begleiterscheinung der Silvesterböllerei auf dem Kalkberg (LZ berichtete). Damit soll jetzt Schluss sein. Ulrich Blanck (Grüne) will mit den Partnern der Jamaika-Gruppe CDU und FDP sprechen. Das Ziel: Der Kalkberg soll zum nächsten Silvesterfest gesperrt werden.

Idee der Sperrung nicht neu

Bereits vor drei Jahren habe er mit Oberbürgermeister Ulrich Mädge über die Sperrung des Kalkbergs zu Silvester verhandelt, sagt Blanck. Letztlich sei das an den Kosten gescheitert. „Leider ist zu beobachten, dass es jedes Jahr schlimmer wird. Nun ist ein Maß erreicht, das wir nicht mehr akzeptieren können.“ Deshalb solle das Areal am letzten Tag des Jahres rigoros gesperrt werden. Ohnehin sei es laut Altstadtsatzung verboten, im Bereich der Altstadt Feuerwerk abzubrennen. „Wir werden daher auch über die Feuerwerke anlässlich der Volksfeste auf den Sülzwiesen reden müssen. Auch die Luftverschmutzung durch Feuerwerk ist ein Problem. Nach Angaben des Umweltbundesamts werden in einer Silvesternacht etwa 4000 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Dies entspricht fast den Emissionen des Straßenverkehrs im Zeitraum von zwei Monaten“, rechnet Blanck vor.

Kalkberg Rückzugsgebiet für viele Tiere

Die Stadt weist seit Jahren darauf hin, dass das Naturschutzgebiet Kalkberg Rückzugsgebiet für viele zum Teil sehr lärmempfindliche Tiere ist. „Bitte kein Feuerwerk“, ist der Appell, der auch die Altstadt einschließt. Wer um die enge Bebauung wisse und schon mal erlebt habe, wie schwer im Brandfall dort ein Feuer zu löschen ist, der verzichtet am besten auf ein Feuerwerk, hat die Stadt wiederholt deutlich gemacht.

In den Altstädten anderer Kommunen wie Esslingen und Herrenberg sind Böller und Raketen an Silvester bereits verboten. In Stuttgart setzt sich der BUND dafür ein, das Feuerwerk wegen des Feinstaubs abzuschaffen. as

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