Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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un04.01.2011 Ein bisserl verboten

Lieber nicht zu viel, aber sicherheitshalber auch nicht gar nichts, scheint das Motto des österreichischen Gesetzgebers zu sein. Wenn möglich nur ein bisserl, sodass am Ende nicht nix da ist, aber auch nicht so viel, dass sich einer daran stößt.
So kommt's, dass man sich hierzulande dazu durchgerungen hat, das Rauchen in Gasthäusern ein bisserl zu untersagen, den Feinstaub ein bisserl zu bekämpfen - und das Raketenabschießen zu Silvester ein bisserl zu verbieten.
Ganz untersagt ist die alljährliche Kracherei ja nicht, wie sich am Wochenende jeder, der Ohren hat, überzeugen konnte. Man darf die Raketen und Kracher schließlich legal kaufen. Will man Privatfeuerwerke unterbinden, könnte man natürlich auch da mit einem Verbot ansetzen. Nur würde das mit Sicherheit ein bisserl einen Volksaufstand geben.
Also verbietet man halt nur den Vorgang des Abfeuerns der Silvestermunition.
Das ist doppelt praktisch: Erstens regt sich keiner über das Verbot auf, weil eh niemand vorhat, sich jemals daran zu halten. Und zweitens wird kaum jemand für sein Zuwiderhandeln mit einer Strafe behelligt, weil die Polizei diese Regelung in der Praxis sowieso nicht exekutieren kann und stattdessen keine andere Wahl hat, als nur ein bisserl abzumahnen.
Wofür es diese Regierung dann eigentlich gibt? Das hinterlässt so manchen ein bisserl ratlos.


Günter Pilch
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