Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

32 Vereine 3078 Unterschriften 2291 Vorfälle 581 Fortschritte

 

de11.01.2017 Verbot von Böllern in der City

Dortmund Wegen der Ereignisse in der Silvesternacht auf dem Platz von Leeds mit dem massiven Einsatz von Pyrotechnik stößt Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau eine Diskussion über ein Böllerverbot in der gesamten City an. Zuletzt galt das Verbot auf dem Alten Markt, auf dem Bahnhofs-Vorplatz und auf der Katharinenstraße. Der Tierschutzverein fordert ein Böllerverbot für das gesamte Stadtgebiet. „Um Menschen und Tiere zu schützen“, sagte die Vereinsvorsitzende Erika Scheffer.

Durch Raketen und Böller haben sich in der Silvesternacht die Feinstaub-Werte in der Brackeler Straße am Borsigplatz verdoppelt. Auf Anfrage unserer Redaktion wertete Birgit Kaiser de Garcia vom NRW-Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) gestern die in der Silvesternacht am Borsigplatz und am Burgweg in Eving aufgezeichneten Werte aus.

Rußpartikel in der Luft

„Mit dem einsetzenden Feuerwerk stiegen die Werte an beiden Stellen deutlich“, berichtete die LANUV-Sprecherin – denn beim Abbrennen von Pyrotechnik entstehen Rußpartikel.

Feinstaub kann zu Herz-, Kreislauf- und Atemwegserkrankungen führen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO diskutiert über niedrigere Grenzwerte.

Die Messergebnisse beider Stationen in Mikrogramm pro Kubikmeter Luft zwischen 23 und 3 Uhr:Nordstadt: Von 41 auf 80, Burgweg: Von 41 auf 67. Nach drei Uhr in der Nacht gingen die Feinstaubwerte auf unter 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft zurück. Das ist ein normaler Wert. Der zulässige Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm. Die EU toleriert höhere Grenzwerte an maximal 35 Tagen im Jahr.

Erika Scheffer vom Tierschutzverein unterstützt Sieraus Böllerverbots-Idee und geht über die Wallgrenzen hinaus: „Die Böller werden immer dicker. Wir sollten sie nicht nur in der City, sondern im gesamten Stadtgebiet verbieten.“

linklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklink