Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de22.02.2017 Keine Raketen mehr am Marktplatz

Münnerstadt Am Marktplatz wird zu Silvester um Null Uhr nichts mehr los sein, denn im Stadtrat war man sich einig: In der Altstadt werden keine Raketen und Böller mehr in den Himmel geschossen. Wer das Neue Jahr lautstark begrüßen will, kann sich ja außerhalb der Stadtmauern ein Plätzchen suchen, argumentierte man am Montag im Ratsgremium.

In der Silvesternacht werde jede Menge Feuerwerk gezündet, heißt es. Vor zwei Jahren flog eine Rakete sogar in den Sitzungssaal des Rathauses, heißt es bei der Sitzung am Montag.

Ein Hauseigentümer in der Innenstadt hatte nun den Antrag gestellt, das Abschießen von Feuerwerk zu untersagen. In anderen Städten mit historischen Stadtkernen sei ein solches Verbot längst üblich, argumentierte der aktuell amtierende Bürgermeister Michael Kastl (CSU) in der Sitzung. Auch die Feuerwehr würde das Verbot begrüßen, hieß es.

Unterschiedliche Meinungen

Dieter Petsch (Forum Aktiv) war zwiegespalten. Bei ihm auf dem Grundstück habe es auch schon einmal gebrannt. Ein Verbot innerhalb des Sanierungsgebiets würde er begrüßen, sagte er. Aber er wolle den Silvester-Begeisterten auch nicht „den letzten Spaß nehmen“, lenkte er ein. Man könne ja Plätze außerhalb der Stadt benennen, wo das Abschießen von Raketen erlaubt ist.

Leo Pfennig (fraktionslos) befürwortete das Verbot und wies darauf hin, dass man das auch den Hochzeitspaaren mit auf den Weg geben müsse, die in der Alten Aula feiern. Man sollte das gleich in die Mietverträge mit aufnehmen, bekräftigte Rosina Eckert (Forum Aktiv).

Andere Ratsmitglieder äußerten sich zurückhaltender, wollten das Thema nochmals überdenken. Bruno Schäfer (Freie Wähler) plädierte dafür, das Thema später noch einmal zu diskutieren. Das hielt auch Jürgen Eckert (CSU) für vernünftig. Und Fabian Nöth (Neue Wege) kündigte an: „Ich werde dagegen stimmen.“

Satzung ausarbeiten

Doch Kastl sagte, er werde nun abstimmen lassen. Mit 13:6 Stimmen wurde das Feuerwerksverbot bekräftigt. Geschäftsleiter Stefan Bierdimpfl will nun eine entsprechende Satzung vorbereiten, sagt er auf Anfrage der Redaktion. Zunächst will er sich schlau machen, wie andere Städte ein solches Verbot in der Praxis umsetzen.

Denn schließlich gehe es nicht nur um ein generelles Verbot, sondern auch um die Einhaltung dieser Vorschrift. Das heißt für Bierdimpfl: Wie kann man das Verbot überwachen und welche Sanktionen oder sogar Strafen sind bei Zuwiderhandlung möglich? Gültig könnte die Satzung dann schon im April sein.

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