Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de21.02.2017 Böller verboten

Bürstadt- Böllern verboten. Nachdem bei der Verwaltung viele Beschwerden wegen dem zu lauten Abbrennen von Feuerwerkskörpern eingegangen sind, hat der Magistrat beschlossen, das Zünden und Abschießen von Feuerwerksraketen und anderen Krachmachern nur noch in der Silvesternacht sowie an Neujahr zu gestatten. Ansonsten bleibt der Himmel schwarz – und leise.

Nach der neuen Verordnung dürfen pyrotechnische Gegenstände der Klasse II (Silvesterfeuerwerkskörper) demnach in der Zeit vom 2. Januar bis zum 30. Dezember nicht verwendet beziehungsweise abgebrannt werden. Einzige Ausnahme: ein Pyrotechniker, also eine Person, die laut Sprengstoffgesetz die Erlaubnis für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern besitzt, feiert mit. Dann prüft die Behörde, ob es einen begründeten Anlass für eine Ausnahme, für die Sondererlaubnis gibt. Dies wird aber auch nur erteilt, wenn ein allgemeines Interesse an diesem Feuerwerk vorliegt.

Ruhebedürfnis geht vor Interesse des Einzelnen

Begründung der Verwaltung: Firmen, die Feuerwerkskörper vertreiben, werben damit, dass nur eine Genehmigung der zuständigen Ordnungsbehörde erforderlich ist, um Feuerwerkskörper der Klasse II zu erwerben und auch abzubrennen. Daher häufen sich die Anfragen für derlei Genehmigungen. Würde die Ordnungsbehörde aber diese Genehmigungen erteilen, müsste sie im Sinne der Gleichbehandlung allen Antragstellern das Okay geben. Jeder, der eine Feier ausrichten möchte, hätte dann die Möglichkeit, ein Silvesterfeuerwerk abzubrennen. Den Interessen der Veranstalter stünden nun aber die Interessen der Anwohner gegenüber. Und das Ruhebedürfnis der Allgemeinheit überwiege nunmal gegenüber dem Bedürfnis des Einzelnen, beispielsweise bei einer Hochzeit oder einem Geburtstag ein Feuerwerk abzubrennen.

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