Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

32 Vereine 2561 Unterschriften 2101 Vorfälle 507 Fortschritte

 

de04.05.2017 Illegaler-Böller-Ring gesprengt

Mit einem Großaufgebot hat das Zollfahndungsamt Hamburg am Donnerstag zahlreiche Objekte im südlichen Schleswig-Holstein durchsucht. Darunter auch Wohnungen in Geesthacht. Ziel der Aktion waren Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßen gegen das Sprengstoffgesetz.

Geesthacht/Hamburg.
In Geesthacht wurden neben Sprengstoff auch Waffen und Munition durch die Beamten sichergestellt. Eine genaue Auflistung gab es gestern zunächst noch nicht. „Auf jeden Fall sind die sichergestellten Sachen extrem gefährlich“, erklärte ein Ermittler.

„Wir führen diverse Ermittlungsverfahren gegen Menschen, die illegale Pyrotechnik erworben hatten“, erklärte Stefan Meyns, der Sprecher des Zollfahndungsamtes in Hamburg. Brisant: Diese Pyrotechnik enthält statt Schwarzpulver Sprengstoff. Meyns: „Polenböller ist dafür ein Oberbegriff.“ Die Einsatzkräfte des Zolls gingen bei den Durchsuchungen gestern auf Nummer sicher. „Wir haben uns technische Unterstützung durch die Bundespolizei geholt“, so Meyns. Die Behörde schickte ihre Entschärfer mit in den Einsatz. Kisten- und Tütenweise wurde aus einer Dachgeschosswohnung gegenüber des Krügerschen Hauses an der Bergedorfer Straße Sprengstoff geborgen. Die Packungen wogen teilweise mehrere Kilo.

Später sicherte der Zoll in der Wohnung im Stadtzentrum außerdem noch mehrere Waffen und Munition, darunter Kaliber 50-Gewehrmunition, größer gibt es die nicht.

Insgesamt waren 70 Beamte an den verschiedenen Orten im Einsatz, davon allein ein Dutzend in Geesthacht. Sie waren vormittags mit mehreren Streifen- und Zivilwagen vorgefahren, hatten sich Zutritt zu Haus und Wohnung verschafft und dann über Stunden die komplette Dachgeschosswohnung durchsucht. „Die Ermittlungen laufen noch weiter, wir müssen jetzt erstmal auswerten, was alles sichergestellt wurde“, berichtete Meyns. Das Zollfahndungsamt Hamburg kümmert sich um Einsätze in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Die Bewohner und Angestellten in dem Wohn- und Geschäftshaus an der Bergedorfer Straße wurden von dem Einsatz von Zoll und Entschärferteam gestern überrascht. Sie ahnten nicht, auf welchem Pulverfass sie saßen. Unachtsamer Umgang mit Feuer ihres Nachbarn hätte im Dachgeschoss des Altbaus eine Katastrophe auslösen können

linklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklink