Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de02.08.2017 Privatfeuerwerk nur zu besonderen Anlässen

Röderaue Bisher hat die Kommune keine Vorgaben gemacht. Doch das wird sich erheblich ändern – aus verschiedenen Gründen.

In der neuen Polizeiverordnung soll es einen Paragrafen eigens zur Pyrotechnik geben. Das wurde im Gemeinderat Ende Juli bekannt. Dort haben die Räte eine in mehreren Punkten aktualisierte Polizeiverordnung für die Kommune beschlossen.

Die Gemeindeverwaltung verweigerte auf Anfrage, Einzelheiten der geplanten Pyrotechnik-Regelungen zu nennen. Nach SZ-Informationen beinhaltet der Paragraf, dass Feuerwerke außerhalb der Silvesterknallerei künftig nur von Fachpersonal oder Inhabern einer Erlaubnis abgebrannt werden dürfen. Ausnahmen sollen Feuerwerke bei Hochzeiten oder Ehejubiläen (Silberhochzeit, Goldene, Diamantene, Eiserne Hochzeit) und (halb)runde Geburtstage ab dem 60. Lebensjahr bilden.

Ähnlich wie in benachbarten Kommunen ist vorgesehen, dass nicht in der Nähe von Fachwerkhäusern, Kirchen oder Seniorenheimen geböllert werden darf. Wer ein Feuerwerk abbrennen will, muss das künftig bei der Gemeinde beantragen – und zwar rechtzeitig und in Schriftform. Im Regelfall sind zwei Wochen Vorlaufzeit nötig, in Sonderfällen bis zu vier Wochen. Bleibt die Anmeldung aus, kann die Kommune Bußgelder verhängen. Wie hoch diese sind, ist unklar.

Die Regulierung von Feuerwerken ist nur einer von mehreren neuen beziehungsweise geänderten Punkten in der aktualisierten Polizeiverordnung der Gemeinde Röderaue. Das Regelwerk muss eigentlich alle zehn Jahre aktualisiert werden, um seine Gültigkeit zu behalten. In der Röderaue war die Verordnung zuletzt 2004 aktualisiert worden. Wann das aktualisierte Regelwerk in Kraft treten soll, war von der Gemeindeleitung nicht zu erfahren.

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