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at28.11.2017 Feinstaub: Leibnitz verbietet Raketenstandl

Leibnitz und Graz sind einmal mehr die österreichischen "Feinstaub-Kaiser": Der erlaubte Jahresgrenzwert wurde in den Städten schon gesprengt, dabei ist der Winter noch nicht einmal da. Als Gegenmaßnahme präsentiert Leibnitz jetzt eine zündende Idee: Raketenstandl werden verboten!

In der kalten Jahreszeit steigt die Feinstaubbelastung. Zu den meteorologischen Ursachen kommt das Heizen als zusätzlicher Emittent, auch der Verkehr spielt eine Rolle: "Im Zuge des Dieselskandals wurde bekannt, dass die Abgasreinigung von Dieselfahrzeugen nur bei wärmeren Temperaturen voll funktioniert. Und je mehr Schadstoffe beim Auspuff rauskommen, umso mehr gelangen in unsere Lungen", stellt Ulla Rasmussen vom Verkehrsclub Österreich trocken fest.

Heizungsumstellungen, Kfz-Flottenerneuerung, differenzierter Winterdienst etc.: Die betroffenen Städte reagieren mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen. Noch immer zu wenig? "Wir tun, was wir können", sagt Helmut Leitenberger, Bürgermeister von Leibnitz. Dass man Zweitheizungsverbote ausspricht oder gar noch - wie jetzt in Stuttgart - Beamte zur Kontrolle der privaten Kamine ausschickt, kommt für den SP-Politiker nicht in Frage: "Wen würde ich damit in erster Linie treffen? Ältere Pensionisten, die sich teures Öl oder eine Heizungsumstellung nicht leisten können."

"Ofen für sinnlos Luftverschmutzung ist aus"

Als bundesweiter Vorreiter greift Leitenberger jetzt aber ein anderes heißes Eisen auf: Ab 2018 werden Raketenstandl vom Hauptplatz rigoros verbannt. "Wir werden kein Ansuchen auf eine dementsprechende Grundinanspruchnahme mehr bewilligen. Der Ofen für diese sinnlose Luftverschmutzung ist bei mir aus!"

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