Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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at07.12.2017 Breitseite gegen Feuerwerke in Steiermark

Laut, umweltschädlich, gefährlich und ein Horror für Haustiere. In der Steiermark machen heuer Tier- und Umweltschutz, Landespolitik und Ärzte gegen Raketen & Co. mobil.

Kein erhobener Zeigefinger nach Wien, einen Verkaufsstopp zu erlassen. Kein neues Verbot für Gemeinden. Sondern mit einem breiten Appell an die Steirer - "Schenken Sie zum heurigen Jahreswechsel Respekt" - versucht das Land 2017, der Knallerei zu Silvester Herr zu werden. "Man kann auch ohne lustig sein", meinte Umwelt- und Tierschutzlandesrat Anton Lang am Donnerstag launig.

Tatsächlich steigen am 31. 12. die Luftschadstoffbelastungen um das Zehnfache, betonte Abteilungsleiter Gerhard Semmelrock. Der 1. Jänner sei regelmäßig der meistbelastete Tag des Jahres.

Der Oberarzt des UKH, Aurel Krauß berichtete von 12 bis 16 Patienten an der plastischen Chirurgie rund um den Jahreswechsel. Es geht um "leichte bis schwere Handverletzungen durch Sprengstoff, denn darum handelt es sich ja." Nicht gezählt: Augenverletzungen und bleibende Hörschäden.

Das Abfeuern kann außerdem "die Tiere in enorme Angst versetzen", erklärte Tierschutzombudsfrau Barbara Fiala-Köck. Aber auch für Vögel und Wildtiere ("Verbrennen bei der Flucht für den harten Winter notwendige Energie") sei Silvester ein Horror. Tierfreunden rät sie, Hund, Katz & Co. nicht alleine zu lassen.

Der Tenor: "Auf eigene Feuerwerke in der Silvesternacht verzichten." Denn die Verbote seien kaum zu kontrollieren.


Thomas Rossacher
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