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un14.02.2011 Beijing verbietet zum Laternenfest das Abbrennen von Feuerwerk

Die Behörden von Beijing haben am vergangenen Freitag einen Erlass bekannt geben, welcher während des Laternenfestivals am kommenden Donnerstag das Abbrennen von Feuerwerkskörpern und Krachern in der Nähe von Hochhäusern untersagt.

Das Feuerschutzamt der Hauptstadt sagte, dass in der Nähe von insgesamt 11.370 Hochhäusern ein Feuerwerksverbot erlassen wurde. Demnach ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in einer Distanz von weniger als 60 Metern von Wohnblöcken mit mehr als zehn Etagen und Geschäftsgebäuden von mehr als 24 Metern nicht mehr erlaubt, wie die chinesische Tageszeitung Beijing News am Freitag berichtete.

Dies ist das erste Mal seit den Olympischen Spielen im Jahre 2008, dass die Stadt ein solches Verbot erlässt. Damals hat der Regierung den Feuerwerkbann allerdings für die Zeit nach den Spielen nicht beibehalten. Es wurde lediglich die Höchstgröße von Krachern beschränkt, die in der Stadt abgefeuert werden dürfen. Seit jedoch 2009 ein Feuer die sich im Bau befindliche Zentrale des chinesischen Staatsfernsehen zerstört hat, entstand eine heftige Debatte darüber, ob der gefährliche Brauch verboten werden soll.

Viele Leute schrieben auf sina.com.cn, einem beliebten chinesischen Internetportal, dass die Traditionen hochgehalten werden sollen. Ein Verbot würde die glücklichste Zeit des Jahres beeinträchtigen. Andere wiesen daraufhin, dass Feuerwerk nicht nur jedes Jahr zahlreiche Unfälle verursacht, sondern auch die Umwelt verschmutzt. Statistiken des Ministeriums für Umweltschutz bestätigen das: 27 chinesische Städte erlitten am zweiten Tag des chinesischen Jahr nach dem Mondkalender einen Rückgang der Luftqualität, der teilweise auf die zahlreichen Kracher zurückzuführen ist.

Das Verbot ist eine Folge auf die stark gestiegene Anzahl von Bränden in der Stadt während der Feierlichkeiten. In diesem Jahr wurden während den Feiertagen in der Hauptstadt 198 Brände registriert, die auf Feuerwerk zurückzuführen waren. Dies ist rund doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Landesweit loderten sogar 11.000 Häuser, 40 Menschen kamen ums Leben und 37 weitere wurden verletzt. Der Gesamtschaden beziffert sich auf 56 Millionen Yuan (6,3 Millionen US Dollar), wie das Ministerium für Öffentliche Sicherheit sagte. Die meisten Brände seien durch Feuerwerkskörper verursacht worden. In diesen Zahlen fehlt jedoch der Schaden von drei Milliarden Yuan, welchen ein brennendes Fünfsterne-Hotel in Shenyang, Hauptstadt der nordostchinesischen Provinz Liaoning, am 3. Februar erlitten hat.


Shanghai Daily
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