Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de31.01.2018 Berliner Senat erwägt Böller-Vebot

Etwa 1.800 Polizeieinsätze in der Silvesternacht, hunderte Brände und viele Schwerverletze. Es reicht, sagen einige Berliner Politiker. Der Senat debattiert daher nun über Möglichkeiten, das Böllern für Privatleute einzuschränken.

Der Berliner Senat prüft Möglichkeiten, das Silvester-Feuerwerk in Berlin künftig einzuschränken. Der Innenexperte der Grünenfraktion, Benedikt Lux, sagte der rbb-Abenschau am Mittwoch, nach den vielen Problemen mit übermäßiger Böllerei beobachte er einen Stimmungsumschwung in der Stadt. Die Innenverwaltung suche derzeit mit den Bezirken nach Lösungen, wie man erreichen könne, dass weniger geböllert wird. Man werde es wohl nicht komplett verbieten können, eine Einschränkung sei jedoch sinnvoll.

Möglich wären seinen Angaben zufolge etwa Böller-Verbote in bestimmten Bereichen der Stadt. Gemeinsam mit dem Bund könnte man außerdem die Verkaufszeiten vor Silvester verkürzen, so der Grünenpolitiker.

Neben etwa 1.800 Einsätzen der Polizei kam es in der vergangenen Silvesternacht auch zu Angriffen auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte. Auch knapp 60 Einsatzfahrzeuge wurden attackiert und teils erheblich beschädigt. Die Augenklinik der Berliner Charité behandelt seit dem Jahreswechsel viele Kinder, die von Böllern getroffen wurden.

Wien, Rom und Paris haben schon Verbote

Böllerverbote gibt es bereits in anderen europäischen Hauptstädten. Wer in Wien privat Feuerwerkskörper zündet, muss mit Geldstrafen von bis 3.600 Euro rechnen. Auch in Rom besteht ein Verbot, allerdings halten sich die Wenigsten daran. In Paris sind eigene Feuerwerke ebenfalls nicht erlaubt. Stattdessen gibt es ein großes, von der Stadt organisiertes Feuerwerk am Eiffelturm.

In vielen deutschen Städten wie Rothenburg ob der Tauber und den Innenstädten von Bremen, Düsseldorf, Göttingen und Quedlingburg müssen die Bürger an Silvester ebenso auf das Zünden von Raketen verzichten. Grund für das Verbot sind die historischen Stadtkerne mit eng stehenden Häusern aus dem Mittelalter und schmalen Gassen. Auf Sylt und anderenorts wurde das Verbot wegen der Reetdachhäuser verhängt.

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