Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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un12.02.2018 China verbietet Feuerwerk in über 400 Städten

Im Reich der Mitte gehören Böller und Raketen seit über Tausend Jahren zum Chinesischen Neujahrsfest wie - die Luft zum Atmen. Weil aber genau die in den Ballungszentren mittlerweile rar ist, haben Behörden in über 400 Städten des Landes ein Feuerwerks-Verbot verhängt, darunter auch Tianjin oder der Hauptstadt Peking. Die Stadt Liuyang im Südwesten Chinas ist bekannt für ihre Feuerwerksfabriken, mit in den Fels gehauenen Lagern für die explosiven Produkte. In Hunderten mittelständischen- und Familienbetrieben werden hier zwei Drittel aller pyrotechnischen Artikel für das ganze Land hergestellt - normalerweise. Denn die Verbote treffen die Branche hart. Chen Jiarong stand schon als 15-Jähriger an einem Schwarzpulver-Fließband. Heute beschäftigt er 120 Mitarbeiter. "Wenn man sich auf dem Markt umsieht sind nur noch ein paar Geschäfte offen. Es gibt nicht viele Kunden. Früher haben sich die Leute zu dieser Jahreszeit richtig eingedeckt." Um 30 Prozent sei der Absatz eingebrochen, so der 48-Jährige. Auch sein Kollege Wang Jiangzhang spürt den Rückgang. "Das Verbot in den Städten drückt die Nachfrage, nur auf dem Land ist sie noch groß. Für das Neujahrsfest oder andere Festivitäten wie Hochzeiten." Schon vorher hatte die Branche mit strenger werdenden Sicherheitsanforderungen und dem sich veränderndem Konsumverhalten junger Chinesen zu kämpfen. In den smoggeplagten Großstädten müssen die Bürger nun wohl elektronisches Feuerwerk in Betracht ziehen - immerhin stammt wohl auch dieses aus chinesischer Produktion.

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