Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de04.08.2018 Adensberg schränkt Feuerwerke ein

Die Abensberger Gillamoos-Feuerwerksabsage (wir berichteten) wird gerade hitzig diskutiert. Auf Anraten der Fraktionsführer der Abensberger Stadtratsfraktionen hatte der Werkausschuss in einer bereits einige Wochen zurückliegenden Sitzung beschlossen, dass es zur Minderung der Feinstaubbelastung in der Stadt auf dem Gillamoos zukünftig kein Feuerwerk mehr geben soll.

Unserem Medienhaus gegenüber hatte Bürgermeister Dr. Uwe Brandl auf Nachfrage gesagt, dass ein Antrag von Grünen-Stadtrat Richard Zieglmeier den Anstoß dazu gegeben habe. Der ist nun verwundert, dass ihm die Initiative gegen das Gillamoos-Feuerwerk zugeschrieben wird. Den Antrag habe er so nicht eingebracht, stellt der Stadtrat klar. Ihm sei es nach einer Inversionswetterlage um Silvester und einer immensen Feinstaubglocke, die sich lange über der Stadt hielt, in der Stadtratssitzung vom Januar darum gegangen, der exzessiven Böllerei der Bürger um die Jahreswende entgegenzuwirken.

„Mein Vorschlag ging in die Richtung, welche das Bergsteigerdorf Ramsau seit dem Jahreswechsel 2016/2017 praktiziert. Dabei rufen die örtlichen Vereine zum Verzicht des Feuerwerks auf. Im Gegenzug wird für einen gemeinnützigen Zweck gespendet.“ Das Gillamoos-Feuerwerk dagegen sei nicht sein Thema, so Zieglmeier.

Ein Stadtratskollege hatte in derselben geschlossenen Sitzung das Gillamoos-Feuerwerk infrage gestellt. Den Namen will Zieglmeier nicht nennen. In der betrefflichen Werkausschuss-Sitzung sei er entschuldigt gewesen.

Von der aktuellen Diskussion zum Feuerwerk ist das Stadtoberhaupt nicht überrascht. Von jeher habe es Tierhalter und Familien mit kleinen Kindern gegeben, die dem Feuerwerk kritisch gegenüberstanden.

Auch einige Festwirte hätten immer wieder darüber geklagt, dass Besucher das Feuerwerk bestaunten und danach nicht wieder zurückgekommen seien. Es habe bereits in der Vergangenheit mehrere Anläufe gegeben, das Feuerwerk nicht mehr zu veranstalten. Bislang sei die Mehrheit immer zu dem Schluss gelangt, dass das Feuerwerk „ein schöner Höhepunkt“ des ersten Festtages sei. Nun sei es anders gewesen.

Der Silvesterknallerei beizukommen, sei ein schwieriges Unterfangen, so Brandl weiter. Seit einigen Jahren würden die Bürger gebeten, am Stadtplatz auf das Böllern zu verzichten.

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