Pyrotechnik ist kein Spielzeug

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de30.03.2011 Rot-Weiß Erfurt droht wegen Pyrotechnik-Einsatz Punktabzug

Der Kontrollausschusses des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Drittligist Rot-Weiß Erfurt wegen mehrfachem Einsatz von Pyrotechnik zu einer Geldstrafe von 7500 Euro verurteilt. Im Wiederholungsfall drohen dem Verein Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder gar Punktabzug. Carl Zeiss Jena muss aus demselben Grund 6000 Euro zahlen.

Frankfurt/Erfurt. Laut DFB-Angaben handelt es sich im Fall von Rot-Weiß Erfurt um fünf Vergehen in den Partien gegen Hansa Rostock, VfB Stuttgart, Kickers Offenbach und Carl Zeiss Jena. Im Thüringen-Derby, das die Mannschaft von Stefan Emmerling mit 3:1 gewinnen konnte, wurde RWE auch wegen diskriminierender Fangesänge belangt.

Beim Spiel in Rostock Ende Januar wurden in der 3., 46. und 47. Spielminute Knallkörper im Erfurter Zuschauerblock gezündet. Auch in der 90. Minute des Heimspiels gegen VfB Stuttgart II am 16. Februar warfen Erfurter Zuschauer einen Knallkörper in den Innenraum. Kurz vor dem Anpfiff des Auswärtsspiels gegen die Kickers Offenbach Anfang März entzündeten Erfurter Fans gar einen Rauchtopf, ein Bengalisches Feuer und einen Böller.

Der gravierendste Vorfall ereignete sich laut Angaben des Vereins in der Partie gegen Dauerrivalen Jena vor knapp zwei Wochen. Kurz vor Anpfiff hallten aus dem Erfurter Zuschauerblock diskriminierende Rufe, die sich gegen den ehemaligen RWE-Spieler Torsten Ziegner richteten, durchs Rund des Ernst-Abbe-Sportfeldes. Zudem wurden in der 31. Minute vier Böller im Gästeblock gezündet.

Auch Carl Zeiss Jena bestrafte der DFB mit 6000 Euro, weil seine Anhänger in mehreren Heimspielen Rauchbomben und Feuerwerkskörper gezündet hatten - zuletzt während des Thüringenderbys gegen Erfurt. Dort wächst derweil vor dem Spiel gegen Dynamo Dresden am kommenden Mittwoch die Anspannung. Der Kampf der Mannschaft um die Relegationsteilnahme könnte durch weitere Ausfälle ihrer Anhänger gefährdet werden. Dann droht der Emmerling-Elf schlimmstenfalls Punktabzug. Von möglichen Imageschäden im live übertragenen Ostklassiker ganz zu schweigen.


Thomas Fritz
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