Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de07.07.2011 "Kein Feuerwerk an dieser Stelle!"

SANGERHAUSEN/MZ. Die öffentliche Debatte um das Feuerwerkerfestival "See in Flammen" am Stausee Kelbra hat jetzt den Kreistag Mansfeld-Südharz erreicht. So forderte der Hettstedter Bernd Ritter, der mit einem Mandat der Bündnisgrünen in den Kreistag einzog und jetzt der Fraktion Die Linke angehört, das Spektakel aus Gründen des Naturschutzes zu verlegen. "Das Event gehört nicht an diese Stelle", sagte Ritter mit dem Hinweis, dass das Gewässer ein Rückzugsgebiet für vielerlei Vögel darstelle, die "nachts dort Kraft tanken". Nicht umsonst hätten Naturschützer im Vorfeld der Veranstaltung interveniert. Ferner kritisierte Ritter, dass der Radwanderweg durch das Vogelschutzgebiet geöffnet wurde.

Landrat Dirk Schatz (CDU) verwies indes darauf, dass es sich bei dem Feuerwerk um eine rein private Veranstaltung handelt, für "die eine gute Lösung gefunden" worden sei. "See in Flammen an einem anderen Ort zu verlegen macht wenig Sinn", so Schatz. Ein Verbot lehnte der Landrat ab, vielmehr sei es besser, mit dem Veranstalter nach Kompromissen zu suchen. Zudem kündigte er an, auf einem bereits vereinbarten Treffen mit Naturschützern, die Problematik zu erörtern.

Beim Naturschutzbund (Nabu) ist man indes mit dem im Vorfeld des Feuerwerks gefundenen Kompromiss durchaus zufrieden. So sei auf ihre Kritik zügig von den Behörden reagiert worden, sagte Annette Leipelt, Geschäftsführerin des Naturschutzbundes. So habe das Spektakel außerhalb des Vogelschutzgebietes stattgefunden.

Wie berichtet, hatte es im Vorfeld der Veranstaltung in Kelbra erhebliche Irritationen um die Rechtmäßigkeit der Genehmigung des Feuerwerks gegeben. So hatte das Umweltamt des Landkreises aus Naturschutzgründen dem Veranstalter Auflagen erteilt. So durfte das Feuerwerk nicht auf einer Plattform im See gezündet werden. Auch die Schwimmkerzen auf dem See waren verboten worden. Ungeachtet der Turbulenzen im Vorfeld der Veranstaltung und des Dauerregens waren tausende Gäste zur Beach-Party an den Stausee nach Kelbra geströmt.

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